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Kreistag diskutiert Notwendigkeit der Größe des Schutzgebietes „Haarbach“ in Lachem

Hamelns Trinkwasser gesichert

Hameln-Pyrmont. Einstimmig hat der Kreistag Hameln-Pyrmont eine neue Verordnung über die Festsetzung des Wasserschutzgebietes „Haarbach“ für die Brunnen „West“ und „Ost“ in der Gemarkung Lachem beschlossen. Damit soll eine nachhaltige Qualität des Grundwassers gesichert werden. Die Politik folgte damit einem Antrag der Stadtwerke Hameln, die als Träger der öffentlichen Wasserversorgung für das Gebiet der Stadt Hameln verantwortlich zeichnen. Der lokale Versorger fördert aus den beiden Brunnen seit 1992 Trinkwasser in das Versorgungsnetz. Das Wasserschutzgebiet wurde in drei Zonen gegliedert und hat eine Gesamtfläche von fast elf Quadratkilometern und wird forst- und landwirtschaftlich genutzt.

veröffentlicht am 02.04.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Muss diese Größe vorhanden sein?“ Friedel-Curt Redeker wollte es genau wissen. Der CDU-Politiker bemängelte, dass diese von ihm im Vorfeld gestellte Frage bislang von der Kreisverwaltung nicht beantwortet worden sei. Die Größe bedeute eine Grundstücksentwertung und beeinträchtige nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Kommunen. „Ich möchte wissen, über wie viele Schutzgebiete die Stadtwerke verfügen. Erst, wenn ich diese Zahl kenne, kann ich überlegen, ob ich zustimme“, sagte Redeker. Er sprach sich zwar für die Schaffung von Wasserschutzgebieten aus, „aber nur in der notwendigen Größe“. Dr. Helmut Burdorf (Grüne) versuchte seinem christdemokratischem Kreistagskollegen zu erklären, dass die Größe auch von der Fließgeschwindigkeit des Grundwassers abhängig sei und die Quellen nicht zentral lägen. Einfacher formulierte es CDU-Fraktionschef Otto Deppmeyer: „Es liegt einfach daran, dass Wasser immer bergab fließt.“

Landrat Tjark Bartels begründete die offene Redeker-Frage mit der Kurzfristigkeit der Entscheidung. „Das Thema ist im Fach- und Kreisausschuss behandelt worden und ist jetzt im Kreistag. Hätten Sie an der Sitzung des Fachausschusses teilgenommen, wäre Ihre Frage beantwortet“, sagte er in Richtung Redeker.

„Wir wollen auch in 100 Jahren die Bürger noch mit gutem Trinkwasser versorgen“, machte sich Britta Kellermann (Grüne) für die Größe des Schutzgebietes stark. Und auch Klaus Arnold, einst Geschäftsführer der Stadtwerke Hameln, warb bei seinem Fraktionskollegen Redeker für Verständnis. „Die Größe wird nach fachlichen Kriterien festgelegt“, wusste der CDU-Politiker zu berichten. Dazu gehöre auch die Bodenbeschaffenheit. „Hier wurde nicht aus der Hüfte geschossen“, versicherte Arnold und bezeichnete es als „großes Glück“, dass das heimische Trinkwasser ohne chemische Aufbereitung in die Haushalte gelange. Ergänzend fügte er hinzu: „Wasser ist das in Deutschland am strengsten kontrollierte Lebensmittel.“

Worte, die letztlich auch Friedel-Curt Redeker überzeugten. Der Christdemokrat stimmte der neuen Verordnung ebenfalls zu.



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