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Schillat-Höhle: Erweitertes Führungsangebot und neue Konzepte

Halloween im Untergrund

Langenfeld. Auf der Suche nach „Geistern und Vampiren“ sollen am Samstag, 31. Oktober, viele kleine Höhlenforscher durch die abgedunkelte Schillat-Höhle streifen. Durch das Licht ihrer Taschenlampen ergibt sich eine besondere Stimmung – Schatten fallen ganz anders als üblich gegen die Felswände. Dabei hören die Kinder Geschichten von Vampiren, Geistern, Drachen und anderen Höhlenbewohnern. So zumindest ist die neue Führung in der Schillat-Höhle geplant, die am Samstag starten wird.

veröffentlicht am 29.10.2015 um 19:13 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:49 Uhr

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Autor:

von maike lina schaper
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Passend zu Halloween sollen sich in der Schillat-Höhle die kleinen Besucher ein wenig gruseln können. „Die Führung ist speziell auf Kinder ausgerichtet und soll vor allem erlebnisorientiert sein“, sagt Höhlenführerin Annette Gerten. Eine Höhlenwanderung im Licht der Taschenlampen sei etwas ganz spezielles. Dabei erzählen die Führer Geschichten, die sich um Höhlen ranken. Diese könnten von Zwergen handeln, denen man nachsagt, dass sie in Bergen leben oder dort zumindest gern ihre Schätze verstecken. Oder auch von Höhlenmenschen, die ähnlich wie die Familie Feuerstein mal in einer Höhle gelebt haben.

Vorher basteln die Kinder Masken, die aussehen wie Tiere, die in Höhlen leben. Das können beispielsweise Spinnen, Eulen oder Fledermäuse sein. Anschließend können die Masken mit Naturmaterialien beklebt werden, die die Kinder auf dem Gelände rund um die Höhle finden.

Die etwas andere Führung findet an Halloween das erste Mal statt. Doch geplant ist, sie auch weiterhin für Kindergruppen bei Geburtstagen oder für Schulklassen anzubieten. Alle Teilnehmer sollten eine Taschenlampe mitbringen und robuste Kleidung anziehen. Am Samstag, 31. Oktober, geht es um 16 Uhr los, Ende ist um 18 Uhr. Kinder zahlen 6 Euro Eintritt, Erwachsene 8 Euro. Anmeldungen nimmt das Touristikzentrum Westliches Weserbergland entgegen. Telefon: 05751/403980 oder E-Mail: touristikzentrum@westliches-weserbergland.de. „Auch Kurzentschlossene sind uns willkommen“, sagt der Geschäftsführer vom Touristikzentrum, Matthias Gräbner.

Für die Zukunft sind noch weitere neue Programme und Workshops geplant. „Besonders im Bereich der Schulen und Musikpädagogik wollen wir unser Angebot im nächsten Jahr ausbauen“, sagt Höhlenführerin Gerten. „Da ist noch vieles in der Planung.“ Im November bekommen zunächst Fotografen die Gelegenheit, die Schillat-Höhle in Ruhe abzulichten und im Dezember wird zum Jahresabschluss ein Meditation-Abend angeboten.

Ob durch das neue Programmangebot die zuletzt stetig sinkenden Besucherzahlen aufgefangen werden sollen, darauf mag Geschäftsführer Gräbner nicht eingehen. „Der Schillat-Höhle geht es gut und wir vom Touristikzentrum Westliches Weserbergland sind sehr zufrieden.“ Im Jahr 2014 kamen 3648 Besucher weniger zur Schillat-Höhle als noch 2011. Doch durch die Eröffnung des Naturnahzentrums im letzten Jahr böten sich ganz neue Möglichkeiten, sagte Gräbner Anfang des Jahres gegenüber dieser Zeitung. „Durch das Naturnahzentrum gibt es keine Wartehallenatmosphäre mehr und mehrere Nutzungen gleichzeitig sind möglich“, so Gräbner im Februar. Zuvor hätte ein Kindergeburtstag schon Mal den normalen Betrieb im Café gestört. Schon im letzten Monat dann gab sich Gräbner hinsichtlich der Besucherzahlen für das laufende Jahr optimistisch. Es könnte bei den Höhlenführungen wieder eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr geben, lautete seine vorsichtige Prognose.

Politik, Verwaltung, die Landfrauen, Höhlenführer und das Touristikzentrum hatten sich im September darauf geeinigt, den „touristischen Leuchtturm“ Schillat-Höhle für die Region auszubauen. Geplant ist, dass die Höhle die Funktion einer Tourist-Information erfüllt und einen Einstieg für den Weserberglandweg darstellt. Darüber hinaus soll sie eine Freizeiteinrichtung mit dem Schwerpunkt Naturerlebnis und Bildung zur Natur der Region werden. Zielvorgaben für eine Besucherzahl solle es aber nicht geben.

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