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50. Basar rund ums Kind

Grundschule wird zur Markthalle

FISCHBECK. Das Angebot beim 50. Basar rund ums Kind in Fischbeck ist umfangreich und vielseitig und zieht sehr viele Menschen in die Grundschule. Nach 25 Jahren der 50. Fischbecker Basar – das ist schon eine Erfolgsgeschichte! Die Idee dazu kam in einer Mutter-Kind-Gruppe der evangelischen Kirchengemeinde auf.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 15:58 Uhr

Bei der Masse an Besuchern hat das Basarteam gut zu tun. Manche legen unermüdlich Kleidungsstücke ordentlich zusammen. Foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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400 Paar Schuhe, etliche Ständer voll mit Kinderbekleidung, an Garderobenhaken vor den Klassenräumen Bademäntel, Regenjacken und -hosen: Das alles steckte zuvor in 220 Klappkisten und Körben von 40 externen Verkäufern und weiteren 200 vollgepackten Körben der 31 Helfer. Keine Frage: Das Angebot beim 50. Basar rund ums Kind in Fischbeck ist umfangreich und vielseitig und zieht sehr viele Menschen in die Grundschule. Während Mütter zwischen den auf Tischen aufgetürmten Stapeln an Ober- und Unterbekleidung bis Größe 176 nach Shirt oder Pulli für den Nachwuchs suchen, sind Väter und Kinder eher in der Spielzeugabteilung anzutreffen, in der ein Spielkran Bücher, Kinderwaschmaschine und Playmobil-Kästen überragt.

Gleich einen ganzen Klassenraum füllt die Erstausstattung: von Stramplern über Autositze bis hin zu Hochstuhl und Kinderwagen. Das Interesse ist enorm. Schwangere, Mütter und Großmütter begutachten konzentriert alle Kleidungsstücke, die die Frauen des Basarteams bei Nichtgefallen dann wieder ordentlich zusammenlegen. Die Raumtemperatur steigt, die Schlange vor der Kasse wird länger. Doch keinem wird es zu viel, jeder entdeckt irgendetwas Schönes, Passendes, manche tragen einen Korb voll mit Kleidung und Spielsachen zur Kasse. „Super organisiert“, lobt eine junge Mutter aus der Kernstadt.

Nach 25 Jahren der 50. Fischbecker Basar – das ist schon eine Erfolgsgeschichte! Die Idee dazu kam in einer Mutter-Kind-Gruppe der evangelischen Kirchengemeinde auf, die Martina Jäkel und Renate Böhle leiteten. „Schon bei der Premiere war die Nachfrage groß – sowohl im Verkauf als auch im Kauf von Kinderkleidung“, erzählt Jäkel und berichtet: „Wir hatten seinerzeit noch keine Kleiderstangen und mussten deshalb die Jacken und Anoraks auf Stangen zwischen zwei Stühle hängen.“ „Acht Kuchen haben wir gebacken und verkauft“, ergänzt Birgitt Rösemeier, eine ihrer Mitstreiterinnen. „Unser erster Basar erzielte eine Einnahme von 4000 D-Mark; vom Erlös wurde die Kirchengemeinde mit einer Spende berücksichtigt – so wie heute auch noch“, sagt Martina Jäkel und erklärt: „Schon nach kurzer Zeit wurden die Räume im Gemeindehaus zu klein für das umfangreiche Angebot, sodass wir in die Schule ausgewichen sind.“ „Die Resonanz war immer sehr gut, denn beim Basar gibt es ja alles, was fürs Kind gebraucht wird, an einem Ort“, bestätigt Ulrike Joachim, die 17 Jahre im Helferteam aktiv war. Sie erinnert sich daran, das die Nummern für die Teilnahme am Verkauf stets rasend schnell vergeben waren und dass einmal auch die Polizei einschreiten musste, weil Besucher die Feuerwehr zugeparkt hatten.

Katja Röber, Leiterin des Basarteams, überreicht der Initiative „Augen auf!“ 500 Euro, den Erlös aus der Jubiläumstombola. foto: ah
  • Katja Röber, Leiterin des Basarteams, überreicht der Initiative „Augen auf!“ 500 Euro, den Erlös aus der Jubiläumstombola. foto: ah

Beim 50. Basar gleicht die Grundschule einer Markthalle voller Sachen rund ums Kind. Zum Jubiläum hat das Organisationsteam 40 Kuchen und Torten gebacken (fünfmal mehr als zur Premiere), die ebenso wie Laugenbrezeln und Waffeln reißenden Absatz finden.

Jeder Basarbesucher erhält ein Los für die Jubiläumstombola, bei der 1000 zumeist gesponserte Preise winken wie Massage-, Fitness-, Kosmetik-, Restaurant- oder Einkaufsgutschein. Zu gewinnen gibt’s auch eine Reitstunde, einen Kinderhaarschnitt und als einen der Hauptpreise einen 50-Euro-Gutschein für die Tanzschule für Sie, den Jenny Rehmet ergattert.

Der vom Basarteam auf 500 Euro aufgerundete Tombola-Erlös kommt der Initiative „Augen auf!“ zugute, die seit Jahren das Projekt „Obstteller“ an der Grundschule finanziert.

„Wir haben hervorragende Umsätze gemacht und freuen uns mächtig darüber“, erzählt das Basarteam, das nach gemeinsamer Aufräumaktion gegen 22.30 Uhr die Lichter in der Grundschule ausschaltet. „Es ist ein Riesenaufwand, aber wir sind auch ein wahnsinnig motiviertes Team“, so Leiterin Katja Röber und betont: „Mit der Planung des Herbstbasars am 8. September haben wir bereits begonnen.“

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