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Mitgliederversammlung zieht zweischneidige Bilanz / Ohne Koalitionsaussage in den Kommunalwahlkampf

Grüne sind sich nicht mehr grün genug

Hessisch Oldendorf. Eine zweischneidige Bilanz haben Hessisch Oldendorfs Grüne für die zu Ende gehende Ratsperiode und ihre Zusammenarbeit mit der SPD in einer gemeinsamen Gruppe gezogen. Dabei wurde auch Selbstkritik geübt.

veröffentlicht am 17.02.2016 um 11:48 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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„Wir haben 90 bis 95 Prozent des Gruppenvertrages abgearbeitet“, erklärte der Ortsverbandsvorsitzende Günther Kuhnert auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend. Doch musste er auch zur Kenntnis nehmen, dass eines der zentralen Ziele der Partei nicht erreicht worden: die Umwandlung der Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS). „Das ist für mich die größte Niederlage während der vergangenen Jahre gewesen“, räumte die Ratsfrau Waltraut Brümmer selbstkritisch ein. „Dass das nicht geklappt hat, ist schon schade.“

Doch ist manch einem Grünen der Ortsverband auch nicht mehr grün genug. „Wir müssen in Zukunft den Umwelt- und Naturschutz wieder stärker in den Vordergrund rücken“, monierte Evelyn Werner. „Das muss wieder ein Kernthema für uns werden“, merkte sie selbstkritisch an. Auch das einst von den Grünen anvisierte Solarkataster sei nicht realisiert worden, bilanzierte Kuhnert rückblickend. „Wir haben das aufgegeben, weil sich herausgestellt hat, dass es angesichts der veränderten Bedingungen nicht mehr erforderlich war.“ Waltraut Brümmer hielt dagegen, dass es zumindest gelungen sei, ein ökologisch wichtiges Blockheizkraftwerk zur Wärmeversorgung des Baxmann-Bades durchzusetzen und das Energie-Controlling für die städtischen Liegenschaften zu verbessern.

Sorge bereitet den Grünen der Zustand der Langen Straße in Hessisch Oldendorf. Alle Versuche dem Leerstand gegenzusteuern seien bislang fehlgeschlagen, weil die Supermärkte und Discounter die Kaufkraft des des Publikums aus der Innenstadt abgezogen habe. Auch dem Konzept „Hessisch Oldendorf baut um“ steht der Ratsherr Kuhnert skeptisch gegenüber. „Was die Gemeinde dazu an Mitteln bereitstellen kann, wird nicht ausreichen, um wirklich etwas zu bewegen.“ Kuhnert und seine Mitstreiter hoffen jetzt darauf, dass das von dem Grünen-Vorsitzenden vor Jahren initiierte neue Atrium-Haus mit seinen 30 Wohnungen wieder Leben in die Innenstadt bringt.

In den bevorstehenden Kommunalwahlkampf gehen Hessisch Oldendorfs Grüne ohne eine Koalitionsaussage. „Wir werden abwarten, wie die Wahlen am 11. September ausgehen und dann mit den für eine Gruppenbildung infrage kommenden Parteien verhandeln“, erklärte Kuhnert. Derzeit sind die Grünen noch auf der Suche nach Kandidaten für den Stadtrat und die Ortsräte. Während der Mitgliederversammlung erklärte sich ein gutes Dutzend der Grünen bereit, sich aufstellen zu lassen. Bei nur etwas mehr als 20 Mitgliedern suchen die Ökos aber auch parteilose Kandidaten für die kommunalen Gremien. In den vergangenen Jahren hatten sie fünf Vertreter im Stadtrat und Mandate in fast allen Ortsräten der Gemeinde.

Der Zustand der Langen Straße bereitet den Grünen Sorge.Foto: Archiv



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