weather-image
24°
Neubau kostet 80 000 Euro / Nur wenige Anlagen dieser Art mit 100-Meter-Schießstand im Landkreis / Sicherheitsaspekte im Mittelpunkt

Großenwiedens Schützen bauen sich eine teure Besonderheit

Großenwieden (ubo). Von außen sieht man nicht viel. Die Sparren des Vordaches ragen nackt in den Himmel. Die Wände darunter sind noch im Rohbau und trennen die Schießstände. „Sobald das Dach fertig ist, werden wir es mit einer Schallisolierung versehen“, erklärt Willi Klawitter, Vorsitzender des Schützenvereins Großenwieden, während er durch die Schießstände des Vereins führt. Seit Ende letzten Jahres sind die Schützen dabei, ihren Schießstand zu erweitern. Rund 80 000 Euro soll der Neubau kosten. Klawitter ist dankbar für die Zuschüsse vom Landessportbund, Kreissportbund und Landkreis. Auch die Stadt Hessisch Oldendorf hat eine finanzielle Hilfe signalisiert. Wie hoch die Zuwendung sein wird, stehe noch nicht fest, das sei abhängig davon, wieviel Mittel im Haushaltsplan 2010 dafür zur Verfügung stehen würden, erläutert Klawitter. Allein könne der Verein das nicht bewältigen, sondern nur mit viel Eigenleistung nach und nach ausführen“, unterstreicht der Vorsitzende.

veröffentlicht am 13.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 03:21 Uhr

Schießsportleiter Dirk Bruns besichtigt den Rohbau.  Foto: ubo
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Einen Langwaffenstand mit 25-, 50- und 100-Meter-Distanzen wollen die Schützen bauen. Insgesamt sechs Schießstände sollen nach der Erweiterung zur Verfügung stehen. Die verstellbaren Distanzen der Schießstände seien sehr aufwendig in der Ausführung. Die Schießblenden seien genau berechnet, der neue Langwaffenstand werde durch eine schusssichere Mauer vom bereits fertiggestellten Kurzwaffenstand getrennt sein, erklärt Klawitter. „Und auf dem neuen Schießstand sollen in Zukunft auch Meisterschaften auf Kreisebene ausgeschossen werden“, ergänzt Bruns und verweist darauf, dass es im Landkreis nur wenige 100-Meter-Schießstände gäbe. „Um diese Meisterschaften ausführen zu können, sind wir im ständigen Kontakt mit dem Kreissportschützenverband und dem Sachverständigen für die Abnahme der Schießstände“, führt Klawitter aus. Zudem seien umfangreiche Lärmschutz- und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Daher bauten die Schützen bereits ein neues Vordach, für das jetzt eine eigene Be- und Entlüftungsanlage notwendig wird. „Wir sind dann sogar in der Lage, dass Jäger ihre Waffen auf unserem Stand einschießen können“, so der Schießsportleiter. Bruns macht auch auf die umfangreichen Sicherheitsbestimmungen aufmerksam. „Wir befürworten diese strengen Vorschriften, denn wir wollen einen sicheren Sport betreiben“, versichert er.

Auch am Zählsystem wird sich auf der neuen Anlage einiges ändern: Die neuen Schießstände werden mit einer elektronischen Auswertung ausgerüstet. Dabei kann vor dem Schießen programmiert werden, nach welchen Kriterien gewertet werden soll, zum Beispiel nach Ringzahl oder Teiler.

Mit dem Rohbau wollen die Schützen bis zum Jahresende fertig werden, um im Frühjahr Einweihung zu feiern.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare