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Nach Gesetzesänderung vielleicht nicht mehr alle Gemeinden im Kirchenkreistag vertreten

Gremium künftig nicht mehr so vielstimmig?

Hessisch Oldendorf (bj). Binnen weniger Minuten gelingt es Kreiskantor Wolfgang Westphal, die Mitglieder des Kirchenkreistages von den Stühlen zu „reißen“. Gerne folgen sie seiner Aufforderung, mit viel Bewegung den Inhalt der Lieder während des gemeinsamen Singens zu unterstreichen. „So dynamisch und lebhaft stellt man sich Kirche gar nicht vor“, sagt ein Gast in der Hessisch Oldendorfer St.-Marien-Kirche.

veröffentlicht am 16.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

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Wie lebendig und vielfältig die Arbeit im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg ist, machen die 53 Mitglieder des Kirchenkreistages deutlich. „In unseren Ausschüssen geschieht die eigentliche Arbeit des Kirchenkreises“, sagt Dr. Michael Behrndt, der Vorsitzende des Kirchenkreistages. Das Aufgabenfeld sei sehr vielfältig, betont er. Es beinhalte zum Beispiel die Umsetzung der Energiesparprogramme der Landeskirche für Pfarrhäuser und Gemeindehäuser, Projekte im Bereich der Diakonie, den Aufbau eines eigenen Internetauftritts und die Mitarbeit am Haushalts- und Stellenplan. „Die Berichte aus den Ausschüssen dienen der Information, aber auch der Selbstreflexion. Sie sind eine Bestandsaufnahme und ermöglichen eine Diskussion über unsere Ziele und Erfolge“, macht der Vorsitzende deutlich.

Die Mitglieder des Kirchenkreistages vertreten die 51 000 Gemeindemitglieder aus 21 Kirchengemeinden. „Bisher hat jede Gemeinde mindestens ein Mitglied in den Kirchenkreis entsandt. Je größer eine Kirchengemeinde, je mehr Vertreter konnte sie entsenden“, erklärt Andrea Furche, die Leiterin des Kirchenamtes Wunstorf. Das sei durch eine Gesetzesänderung für die kommende Wahlperiode nicht mehr möglich. „Der Kirchenkreis ist in Wahlbezirke aufgeteilt worden, die entsprechen den Regionen des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg“, sagt sie.

Die Fläche des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg teilt sich auf Bereiche der Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg auf. Die Region Wesertal wird ab 2013 zehn Vertreter entsenden, die Region Rinteln neun, aus der Region Obernkirchen/Auetal sind es dann sieben und aus der Nordregion siebzehn Vertreter. „Es wäre gut, wenn die Kirchenvorstände der jeweiligen Regionen übereinstimmende Beschlüsse fassen würden, damit auch weiterhin jede Gemeinde im Kirchenkreis vertreten ist“, hofft Dr. Michael Behrndt.

Das wird dann die Aufgabe der Kirchenvorstände sein, die am morgigen Sonntag neu gewählt werden. Die Mitglieder des Kirchenkreistages sind sich mit Dr. Michael Behrndt einig, wenn er dem Wunsch nach einer hohen Wahlbeteiligung Ausdruck verleiht. „Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ehrenamtliche Arbeit der Frauen und Männer, die Ihre Gemeinde leiten. Machen Sie die Gemeinde stark“, appelliert er an alle Gemeindemitglieder im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg.



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