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Im Waldbad Rohden wird die Beckenfarbe entfernt

Grau statt blau

ROHDEN. Im Waldbad Rohden geht es voran. Nachdem die Beckenfarbe den Betrieb im letzten Sommer erheblich eingeschränkt hatte, wurde sie jetzt von vielen Helfern von Wänden und Boden des Schwimmbeckens entfernt. „Nach jetzigem Planungsstand können wir im Sommer wieder öffnen“, gibt Willi Sempf bekannt.

veröffentlicht am 09.04.2017 um 15:18 Uhr

Ein ungewohntes Bild im Waldbad: Statt der üblichen blauen Farbe sind die Wände des Bades inzwischen grau. Klaus Kwapis spachtelt den Rand des Beckens ab. Foto: Dana
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Einen genauen Termin gebe es bislang aber noch nicht, so der Vorsitzende des Betreibervereins Waldbadinitiative Rohdental. Auch das 50-jährige Jubiläum des Bades, das eigentlich 2016 anstand, soll in diesem Jahr nachgeholt werden.

Lange Zeit war im vergangenen Sommer die Ursache für einen zu hohen THM-Wert im Badewasser gesucht worden, bis schließlich die Beckenfarbe als Ursache identifiziert werden konnte (wir berichteten). Deshalb muss sie entfernt werden, bevor das Becken neu befüllt werden kann. Doch das sei schwieriger als erwartet, berichtet Sempf. „Die zum Teil 50 Jahre alten Farbschichten waren erstaunlich fest.“ Die Lösung fand sich schließlich in einem Höchstdruckreiniger, der mit bis zu 2500 bar Druck die Farbe entfernte. Die Waldbadinitiative mietete das Gerät, war anderthalb Wochen im Dauereinsatz, berichtet Sempf und betont, dass es ohne die vielen Helfer nicht möglich gewesen wäre.

Inzwischen ist von der hellblauen Farbe im Schwimmbecken nichts mehr zu sehen. Nachdem das letzte Fugenmaterial aus den Ritzen entfernt ist, müssen nun rund 1200 Quadratmeter Beckenwände verspachtelt werden.

Leisten kann sich das Waldbad diese notwendigen Renovierungsarbeiten aufgrund einer finanziellen Förderung durch das Land. Gemeinsam mit der Stadt Hessisch Oldendorf hatte die Waldbadinitiative ein Konzept eingereicht. „Die Stadt ist auf uns zugekommen und hat uns mitgeteilt, dass sich eine Richtlinie ändert, sodass wir diesen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen konnten“, heißt es vom Betreiberverein. „Ohne die Stadt hätte das Bad unmöglich wieder eröffnen können.“

Die Waldbadinitiative ist der erste Verein, für den die Fördergelder genehmigt wurden. Die Gesamtkosten des Umbaus von geschätzt 50 000 Euro können zu 73 Prozent von diesen Geldern finanziert werden. Im Moment sehe es so aus, als könnte der Kosenrahmen eingehalten oder geringfähig unterschritten werden, sagt Sempf. Als Nächstes soll die neue Beckenfarbe bestellt werden. „Da werden wir noch einmal viele Helfer brauchen“, sagt der Vorsitzende. Auch an anderen Stellen gibt es noch viel zu tun – so müssen etwa Heizung und Pumpe überprüft und die Bänke hergerichtet werden. „Es gibt auch viele Arbeiten, die nicht körperlich anstrengend sind“, versichert Sempf. Zudem werden für den Betrieb im Sommer Mitarbeiter benötigt. Gesucht werden Badeaufsichten sowie Personal für den Kiosk und die Anlagenwartung. Interessierte können sich mit dem Vorsitzenden Willi Sempf unter 05152/526559 in Verbindung setzen.

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