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Zwei Kater wieder aufgetaucht – in Multhöpen und Halvestorf

Gibt es einen „Katzenfänger“ in Fischbeck?

FISCHBECK. Fängt ein Unbekannter in Fischbeck Katzen ein, um sie in Orten jenseits der Weser wieder auszusetzen? Und vor allem: Warum sollte jemand das tun? Das sind Fragen, die derzeit so manchen Katzenhalter in Fischbeck beschäftigen, denn das Verschwinden und Wiederauftauchen mehrerer Katzen erscheint rätselhaft.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 16:26 Uhr

Mandy Neumann-Johnstons ist erleichtert: Kater Tabby ist wieder zu Hause. Foto: wal
Jens Spickermann

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Jens Spickermann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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In den sozialen Medien häufen sie nun die Suchanzeigen verzweifelter Besitzer. Mandy Neumann-Johnstons hat ihren Kater Tabby bereits zum zweiten Mal vermisst. Schon am 1. Mai war er verschwunden, bis er in Hope wieder auftauchte. Nun ist die 35-Jährige überglücklich: Erneut wurde Tabby gefunden – dieses Mal im Aerzener Ortsteil Multhöpen. Das Tier stand wohlbehalten vor der Tür einer Frau, die sich dann auf Neumann-Johnsons Suchanzeige meldete. Nun stellt sich wie auch in anderen bekannten Fällen die Frage: Wie ist das Tier über die Weser gelangt? Für den Weg über die Fuhler Brücke hätte es fast 20 Kilometer laufen müssen.

Merkwürdig erscheint der Katzenhalterin, dass vor dem Verschwinden ihrer Katze ein verwirrt wirkender Mann bei ihr geklingelt habe. Der habe erzählt, dass in Fischbeck ein Katzenfänger herumlaufe, dem die Katzen über die Weser folgen würden – so wie das beim Rattenfänger von Hameln mit den Ratten sei. „Das war sehr komisch.“

Vermutlich derselbe Mann hatte auch Sonja Howells angesprochen, die ebenfalls ihre Katze vermisst. Dort soll er Ähnliches erzählt haben. Über die sozialen Medien stehen besorgte Fischbecker Katzenbesitzer derzeit in Kontakt. In der letzten Zeit seien bestimmt sieben bis neun Katzen vermisst gemeldet worden, meint Howells. Etwa eine pro Woche. Andere Halter mit denen sie gesprochen habe, würden ihre Tiere schon gar nicht mehr aus dem Haus lassen oder sich überlegen, GPS-Tracker fürs Halsband zu kaufen.

Howells Kater Sky ist zwar immer noch nicht zu Hause. Doch der Anruf einer Frau aus Rinteln bei der Dewezet-Redaktion gibt Grund zur Hoffnung: Auf der Rintelner Südweserseite will die Anruferin nämlich mehrmals eine Katze gesehen haben, die auf die Beschreibung von Sky passt. Auch Howells Kater ist bereits zum zweiten Mal verschwunden. Vor einem Jahr war er schon einmal weg.

Eine andere Besitzerin hat derweil Glück gehabt: Ein weiterer in Fischbeck verschwundener Kater namens „Jamie“ ist am Freitagnachmittag in Halvestorf gefunden worden und mittlerweile wieder zu Hause. Auch Jamie muss also irgendwie die Weser überquert haben. Vor einem Jahr sei ihr Kater plötzlich verschwunden, erzählt Besitzerin Kirstin Müller. Ein Halvestorfer habe das Tier wohl schon öfters in der Nachbarschaft beobachtet und sei nun wegen des letzten Dewezet-Berichtes auf die Fälle aus Fischbeck aufmerksam geworden.



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