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Polizei zeigt bei Großveranstaltungen wie dem Karnevalsumzug mehr Präsenz

Gewaltbereitschaft steigt mit dem Alkoholpegel

HESSISCH OLDENDORF. Karnevalsumzug, Felgenfest, VW-Veteranentreffen, Summer Party Night und Kirmes in Fuhlen, Heßlingen und Rumbeck: 2017 steigen wieder Großveranstaltungen. Damit die möglichst reibungslos verlaufen, haben sich Ordnungsamt, Polizei, Jugendamt und Vertreter der beteiligten Vereine an einen Tisch gesetzt

veröffentlicht am 29.01.2017 um 13:38 Uhr

Die abendlichen Kirmesveranstaltungen - hier im Herbst 2016 in Rumbeck - sind immer sehr gut besucht. Foto: pr
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Annette Hensel Reporterin
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. „Ich halte es für sehr wichtig, dass wir gemeinsam die beste und sicherste Lösung für friedliche Veranstaltungen hier im Stadtgebiet finden“, meint Rumbecks Kirmesvater Alexander Schaffeld.

Bei der ein oder anderen Kirmesveranstaltung gab es in der Vergangenheit alkoholbedingt Probleme, beispielsweise 2015. „Deshalb haben wir bei der Planung für 2016 beschlossen mehr Präsenz zu zeigen“, berichtet Wolfgang Römer, Leiter der Hessisch Oldendorfer Polizeistation. Die Kirmesvereine bekamen zudem die Auflage, Musik nur bis 3 statt bis 4 Uhr laufen zu lassen und den Ausschank um 3.30 Uhr zu beenden. „Die Erfahrung zeigt, das die Gewaltbereitschaft mit zunehmendem Alkoholpegel steigt, meist so ab 2.30 Uhr“, sagt Römer und berichtet, dass die Polizei 2016 erstmals permanent vor Ort gewesen sei. „Es waren für uns insgesamt ruhige Nächte mit deutlich weniger Körperverletzungen“, betont er. Wohltuend für die Kirmesväter ist, dass sie am runden Tisch auch mal loswerden können, wie wichtig die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf für die Wirtschaftlichkeit sind. „Ich hoffe, dass wir diese Treffen die nächsten Jahre beibehalten“, sagt Schaffeld. Auch Kreisjugendpfleger Claus Dieter Kauert empfindet den Austausch aller Beteiligten als sehr bereichernd. „Das ist schon einmalig – und ich komme in vielen Landkreisen herum“, betont er und begründet die Notwendigkeit zur Vernetzung damit, dass die Ballung von Veranstaltungen in der Form und Größenordnung wie in Hessisch Oldendorf eher selten sei. „Vorbildlich, wie das hier so in der Stadt läuft“, erklärt auch Polizeihauptkommissar Römer und hebt die kurzen Drähte und die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt hervor.

Die erste Großveranstaltung des Jahres ist der Karnevalsumzug am 26. Februar. Dank Unterstützung aus Hameln wird die Polizei mit zwölf Mann vor Ort sein. „Das ist schon eine Herausforderung, da sind wir mit allen Kollegen im Dienst“, betont Römer. Am meisten zu tun haben werden sie erfahrungsgemäß vor dem Baxmann-Zentrum, in dem im Anschluss eine Mega-Party stattfindet.

Die Einsatzplanung und –durchführung bezüglich der feuchtfröhlichen Touren am 1. und 25. Mai („Vatertag“) Richtung Fischbecker Teiche wird laut Römer wohl in Hameln bleiben. Zum Verständnis dafür, warum sich die Teilnehmer nicht mehr nach Fischbeck begeben dürfen, nennt Römer den gefahrenträchtigen Weg entlang der Bahngleise und die hinterlassenen Müllberge. „Außerdem sind solche Massen an Menschen an Plätzen wie den Teichen nicht zu kontrollieren – deshalb werden sie frühzeitig von der Polizei umgeleitet“, erläutert er und fährt fort: „Das Felgenfest am 11. Juni ist dann Routine – eine etablierte Veranstaltung, bei der es jedes Jahr problemlos läuft.“

Noch nicht abgeschlossen sei die Planung für das VW-Veteranentreffen am letzten Juni-Wochenende. „Doch da geht es mehr um den Schutz der Fahrzeuge und um einen Verkehrseinsatz bei den Ausfahrten – ansonsten wird es als eher ruhige Veranstaltung eingestuft“, so der Leiter der Polizeistation.



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