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Bei den Hessisch Oldendorfer Wahlergebnissen gehen die Stimmen zur Alternative für Deutschland auseinander

Geteilte Ergebnisse für die AfD

HESSISCH OLDENDORF.Deutlich nach rechts hat sich die Stimmenvergabe bei dieser Bundestagswahl verzogen. Mit rund 10,7 Prozent in Westdeutschland liegt das Wahlergebnis der AfD hierzulande jedoch noch merklich unter dem Ergebnis im Osten des Landes, wo im Schnitt 20,5 Prozent der Wähler ihre Stimme der Alternative für Deutschland gegeben haben. Mit 9,8 Prozent der Erst- und 10,5 Prozent der Zweitstimmen ähnelt das Ergebnis der AfD im Landkreis Hameln-Pyrmont dem westdeutschen Durchschnitt.

veröffentlicht am 25.09.2017 um 17:40 Uhr

Am Sonntag heißt es wieder: Wahlurnen ausleeren und Stimmen zählen. In den Wahllokalten sorgen erneut ehrenamtliche Wahlhelfer dafür, dass alles reibungslos über die Bühne geht Foto: Dana
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite

Doch im Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf fallen die Anteile nicht überall so ähnlich aus. Zwar liegen die meisten Ergebnisse auch hier um die 10 Prozent, aber in einigen Dörfern – wie etwa Wahrendahl, Wickbolsen und Friedrichsburg – hätte die Partei die 5-Prozent-Hürde nicht gemeistert.

Mit 24,4 Prozent der Zweit- und 20,9 Prozent der Erststimmen in Kleinenwieden erreicht sie jedoch das höchste Ergebnis in Hessisch Oldendorf. Auch in der Kernstadt entschieden sich überdurchschnittlich viele Wähler für die Alternative für Deutschland: Zwischen 13,7 und 22,5 Prozent der Zweitstimmen fielen hier auf die AfD ab. Direktkandidat Armin-Paulus Hampel konnte sich hier über zwischen 12,2 und 21,7 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen freuen.

„Im Landkreis sind wir noch unter dem bundesweiten Ergebnis der AfD, aber das ist natürlich noch immer zu stark“, sagt Thomas Figge, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes in Hessisch Oldendorf. Besonders geschockt habe ihn die Aussage des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland, Merkel jagen zu wollen. „Das war für mich das schlimmste am ganzen Wahltag. Schlechte Ergebnisse für die CDU gibt es immer mal. Aber solche Aussagen machen mir schon Angst.“ Außerdem bezweifle er, ob die AfD-Wähler wussten, was genau sie wählen.

Ähnlich sieht es auch Dirk Adomat. „Ich glaube, viele Menschen wollten der Politik einen Denkzettel erteilen. Dass sie wissen, was sie da gewählt haben, glaube ich schon, aber ich bezweifle, dass ihnen bewusst ist, welchen Schaden sie damit in der Demokratie anrichten“, sagt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Insbesondere, da vor allem die AfD im Landkreis Hameln-Pyrmont zum rechteren Rand der Partei gehöre. „Das ist ein Spiel mit dem Feuer.“ Natürlich seien diese Ergebnisse in den kleinen Ortschaften, wie etwa Kleinenwieden, nicht sehr repräsentativ, da aufgrund der wenigen Einwohner auch nur wenige Stimmen tatsächlich auf die AfD fielen, gibt er zu bedenken. Für den derzeit laufenden Wahlkampf habe das Ergebnis der AfD für ihn und die lokale SPD zu einer Motivation geführt, fährt Adomat fort, der auch für den Landtag kandidiert. „Ich werde im Wahlkampf alles daran setzen, mit der SPD ein Gegenwicht zur AfD zu setzen.“ Er wünsche sich, dass es auch für die Menschen als Motivation diene, am 15. Oktober zur Wahl zu gehen.

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