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Besuch bei Otto von Blomberg

Geschichtsstunde mit dem Nachfahr von Münchhausen

Nienfeld/Hessisch Oldendorf (lin). Mit der Taschenlampe leuchtet Otto von Blomberg in Nienfeld bei Apelern eines der vielen Ölgemälde an der Wand an. „Und das ist Ihre Schwiegertochter Catharina von Ditfurth, die mit Ihrem Sohn Ernst verheiratet war“, sagt er und tut dabei so, als wäre Gästeführerin Gabriele Lingen Anna von Bismarck, seine Ahnfrau. Seit zwei Jahren schlüpft die Oldendorfer Gästeführerin in die Rolle der Anna von Bismarck, um als Ludolf von Münchhausens Ehefrau gemeinsam mit dem Türmer Cord Baxmann Gäste durch die Stadt Hessisch Oldendorf zu führen. Das Treffen mit Otto von Blomberg ist für die Gästeführerin etwas Besonderes, denn er ist ein Nachfahre Anna von Bismarcks und des Adeligen Ludolf von Münchhausen. „Ernst von Münchhausen ist der Stammvater aller heutigen Münchhausens, der weißen Linie“, erklärt er (der schwarzen Linie entstammt der Lügenbaron Münchhausen).

veröffentlicht am 07.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:41 Uhr

Gästeführerin Gabriele Lingen lässt sich von Otto von Blomberg d
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Sie hatten 18 Kinder, darunter 5 Söhne

Ludolph war einer der am weitesten gereisten Männer seiner Zeit. Er trug auch eine beachtliche Bibliothek mit 13 000 bis 14 000 Bänden zusammen, die aber später von seinen Kindern versteigert wurde. Am 19. Mai 1600 heiratete er die 15-jährige Anna von Bismarck (geboren 1585 in Crevese; gestorben 1635 in Hessisch Oldendorf) aus dem Hause Krävsen und Schönhausen. Sie hatten 18 Kinder, darunter fünf Söhne.

Der Lichtkegel der Taschenlampe wandert weiter von Bild zu Bild. Otto Freiherr von Blomberg erfüllt sie mit Leben, indem er der Gästeführerin seine Familiengeschichte über neun Generationen hinweg erzählt. „Dass die Güter der Adelsfamilie im Laufe der Geschichte durch verschiedene Erbgänge immer wieder zusammenkamen und auseinandergerissen wurden, macht diese Familiengeschichte nicht gerade einfach, aber ungemein spannend“, erläutert Gabriele Lingen.

Ludolf bewirtschaftete um 1600 das Gut in Oldendorf und gründete das Gut in Remeringhausen. Sein Bruder Klaus besaß Apelern und gründete Nienfeld. Die Linie starb 1886 aus, und so kam Nienfeld in Ludolfs Besitz. Der deutsche Schriftsteller und Lyriker Börries Freiherr von Münchhausen, der zu den bedeutendsten Balladendichtern Deutschlands gehört, ist Otto von Blombergs Urgroßvater.

Heute besitzt und bewirtschaftet Otto von Blomberg das Gut Nienfeld. Bereitwillig beantwortet der Münchhausen-Nachfahr, der zugleich Schirmvogt des Stiftes Fischbeck ist, die Fragen der Gästeführerin. Sein Arbeitszimmer ist gefüllt mit alten und neuen Büchern. Fast könnte man vermuten, dass in ihm die Sammelleidenschaft von Ludolf, dem Gelehrten, steckt.

Termin: Heute beginnt die erste Zeitreise des Jahres mit Anna von Bismarck und dem Türmer Cord Baxmann. Beginn ist um 19 Uhr vor dem Rathaus.



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