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Am 29. Dezember gibt es noch einen verkaufsoffenen Sonntag – doch das freut längst nicht jeden

Geschäft ist Geschäft

Hessisch Oldendorf. Der Verein Werbering und Stadtmarketing plant für den 29. Dezember einen verkaufsoffenen Sonntag. Dies wurde beim jüngsten Treffen des Vereins im Hotel Papp-Mühle bekannt. Allerdings sind längst nicht alle mit diesem Termin zufrieden. Ausgerechnet einige Ladenbesitzer reagierten mit Unmut.

veröffentlicht am 23.10.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Karsten Bock vom Vorstand des Werberings sagte, dass die Firma Bessmann als Mitglied des Werberings um den verkaufsoffenen Sonntag gebeten habe. Bessmann eröffnet am 1. November eine neue Filiale in Hessisch Oldendorf (wir berichteten). Mit dem verkaufsoffenen Sonntag möchte das Unternehmen sein Geschäft ankurbeln. „Wir haben es der Firma Bessmann zuliebe gemacht“, sagte Bock. Er sprach auch von einer „spontanen Entscheidung“.

Allerdings sind längst nicht alle Ladenbetreiber voller Vorfreude. Vereinzelt war sogar die Rede davon, dass der verkaufsoffene Sonntag „diktiert“ worden sei. Ein Grund für das Grummeln der Geschäftsinhaber: Viele Nachbarstädte laden ebenfalls am 29. Dezember zum Bummeln ein. So werben unter anderem die Städte Hameln und Rinteln um Kunden. Auch die etwas weiter entfernten Städte Bückeburg und Laatzen haben sich für einen verkaufsoffenen Sonntag am 29. Dezember entschieden. Die Geschäftstreibenden in Hessisch Oldendorf befürchten daher, dass die Kunden lieber andere Städte ansteuern und sie vom Kuchen des Nachweihnachtsgeschäftes nichts abbekommen.

Einige der Ladeninhaber dürften auch wenig Lust dazu verspüren, an einem Sonntag zwischen Weihnachten und vor Neujahr hinter der Theke zu stehen. Immerhin finden sie sich damit in seltener Einigkeit wieder mit Kirchen und Gewerkschaften, denen Arbeit am Sonntag grundsätzlich eher gegen den Strich geht. Auf der anderen Seite lassen die Veranstaltungen in Nachbarstädten auch den Schluss zu, dass sich verkaufsoffene Sonntage durchaus lohnen können.

Für den Werbering-Vorstand ist der verkaufsoffene Sonntag indes eine runde Sache. „Ich kann als Vorsitzender des Vereins nur sagen an meine Mitglieder: Öffnet Eure Geschäfte“, sagte Bock. Zumal die Geschichte ein Happy End hat: Der Werbering entschied sich spontan dazu, am 29. Dezember die Gewinner der Aktion „Goldener Advent“ auszulosen. Dazu spielt vielleicht sogar eine Band in der Langen Straße und Kinder dürfen sich wahrscheinlich auf ein eigenes Programm freuen. Geschäft ist eben Geschäft.



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