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„Hessisch Oldendorf baut um“ – neue Verkehrsführung soll Innenstadt beleben

Gemütlich bummeln und einkaufen

Hessisch Oldendorf. Wenn sich in der Verkehrsführung etwas verändert, ruft das bei vielen erst einmal Unmut hervor: Gewohnte Wege können nicht mehr eingeschlagen werden, die Verkehrsteilnehmer müssen sich umstellen. Dabei fallen derartige Maßnahmen nicht einfach so vom Himmel, sondern entstehen etwa als Reaktion auf eine Unfallanhäufung.

veröffentlicht am 06.08.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

von annette hensel
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Auch in Hessisch Oldendorf stehen jetzt Veränderungen bevor: „Zukünftig wird die Mittelstraße von der Paulstraße aus Richtung Lange Straße führen und die Bäckerstraße beidseitig befahrbar sein“, berichtet der im Rathaus für die Stadtentwicklung zuständige Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch.

Diesen Vorschlag begrüßt der stellvertretende Vorsitzende des Werberings, Jochen Huch: „Diese Verkehrsführung ermöglicht, mehr Menschen in die Lange Straße zu leiten.“ Er ist davon überzeugt, dass die Regelung auch dafür sorgen wird, dass vorsichtiger gefahren wird. „Auf dem Abschnitt, an dem die Geschäfte liegen, müssen Verkehrsteilnehmer künftig vier Mal rechts vor links beachten – das drosselt automatisch die Geschwindigkeit“, sagt er.

Der Verkehrsfluss durch die Innenstadt sei wichtig, betont Huch: „Autos sollen nicht raus aus der Langen Straße, denn dann hätten wir in den Geschäften noch weniger Frequenz.“ Allerdings würden sich Werbering und Ortsrat wünschen, dass die Einkaufsstraße in den Monaten Mai bis September von 15 bis 22 Uhr für den Autoverkehr gesperrt bliebe, fügt er hinzu.

Befragt, wie er die Stadtentwicklung sehe, erklärt er: „Durch den Neubau auf dem Reupke-Gelände erhoffe ich mir eine Ansiedlung neuer Anbieter, die wir zur Belebung unserer Stadt brauchen.“ Insgesamt benötige Hessisch Oldendorf Menschen, die sich für ihre Stadt begeistern, sich einbringen und in den Geschäften vor Ort einkaufen. „Wir müssen uns hier besser kennenlernen, vernetzen und ergänzen“, betont der selbstständige Malermeister und Gestalter. Angesprochen auf das Thema „Leerstände“ sagt er: „Es wäre wichtig, Leute aus der Wirtschaft zu finden, die Altimmobilien kaufen, von ortsansässigen Handwerkern renovieren lassen und preisgünstig an Neuexistenzgründer vermieten.“ Auf diesem Wege könnten laut Huch Arbeitsplätze geschaffen und Leerstände beseitigt werden.

Unverständnis bringt er denen gegenüber, die sanierungsbedürftige Fachwerkhäuser gekauft haben, sie aber zusehends verfallen lassen. „Die müsste man durch regelmäßige Kontrollen des Ordnungsamtes so lange nerven, bis sich da endlich was tut“, sagt er. Was Huch freut, sind die vielen Fahrradtouristen, die gerade zur Mittagszeit in die Stadt kommen. „Ich bin froh, dass wenigstens ein paar Geschäftsleute über Mittag aufhaben und zum Bummeln einladen“, meint er.

Zuspruch seinerseits erfährt bei der vierten Arbeitskreissitzung „HO baut um“ das Vorhaben der Stadtentwickler, den Marktplatz umzugestalten: Dabei sollen die Autoparkplätze vor die Sparkasse verlegt und verringert werden. „Dadurch schaffen wir Platz für eine Außenbestuhlung vor dem ehemaligen Reformhaus und zum Abstellen von Fahrrädern vor dem Eiscafé, zugleich verschönert das die Sichtachse auf das Rathaus“, erläutert Wiebusch.



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