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Bis zu 100 Flüchtlinge wird Hessisch Oldendorf 2015 aufnehmen – die meisten wohl für immer

Gekommen, um zu bleiben

Hessisch Oldendorf. Flüchtlinge beschäftigen die Kommunen des Landkreises Hameln-Pyrmont derzeit alle gleichermaßen. Runde Tische sprießen aus dem Boden und versuchen mittels ehrenamtlicher Helfer eine gelungene Integration der Flüchtlinge in den Alltag hinzubekommen. In Hessisch Oldendorf gibt es so einen Runden Tisch noch nicht, doch die Stadt ist nicht untätig. Das ergab eine Anfrage des CDU-Ratsherrn Karlheinz Gottschalk an die Verwaltung. Gottschalk wollte unter anderem wissen, wie viele Flüchtlinge im Stadtgebiet untergebracht sind? Ob sie langfristig bleiben und aus welchen Ländern sie kommen? Weiter wollte der Christdemokrat wissen, wie die Planungen der Stadt im laufenden Jahr aussehen, um das weitere Eintreffen von Flüchtlingen zu bewältigen? Wie viel Zeit verstreicht zwischen der Ankündigung weiterer Flüchtlinge und ihrer Ankunft? Ist genügend Wohnraum vorhanden?

veröffentlicht am 13.03.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

von christoph boßmeyer
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Krüger betonte eingangs die Bemühungen der Stadt. Die Verwaltung sei nicht untätig. Ein Flüchtlingskonzept sei bereits in Planung, im Entwurf sogar fertig. Im Mai solle es zur Beratung in den entsprechenden Fachausschuss gelangen. Trotzdem sei der Fachbereich II der Verwaltung unter Leitung von Margareta Seibert derzeit nicht untätig. So suche die Stadt derzeit Wohnraum, um weiteren Flüchtlingen Unterkünfte bereitstellen zu können. Die dezentrale Unterbringung funktioniere bislang gut. Krüger lobte auch das Engagement des Landkreises Hameln-Pyrmont, der als Mietvertragspartner in Sachen Wohnraum den Kommunen zur Seite stehe. Hessisch Oldendorf wolle in der Frage nach Wohnraum „vorausschauend planen“, sagte Krüger. Momentan würden auch die Kosten für eine Unterbringung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen ermittelt. Generell gehe es zurzeit darum, Strukturen aufzubauen, bevor das komplette Konzept der Öffentlichkeit präsentiert werde.

In Hessisch Oldendorf befänden sich derzeit 116 Flüchtlinge. 2013 sind 20 dazugekommen, 2014 waren es schon 52. Dieses Jahr sind es bislang 12 und sieben weitere sind avisiert. Für 2015 rechnet die Stadt mit insgesamt 100 Flüchtlingen. Somit wären Ende des Jahres 216 Menschen in Hessisch Oldendorf untergebracht. Davon blieben 80 Prozent langfristig in der Stadt, lediglich 20 Prozent sähen die Stadt nur als Zwischenstation. „Die Flüchtlinge, die kommen, werden bleiben“, macht Krüger seine Erwartung deutlich. „Sie sind teilweise hochgebildet. Wir müssen versuchen, das für die Stadt zu nutzen“, so Bürgermeister Harald Krüger weiter.

Bei den Herkunftsländern liegt Syrien mit 20 Prozent vorne. 15 Prozent kommen aus dem Kosovo, 12 Prozent aus Montenegro, 11 Prozent aus dem Irak, je 10 Prozent aus Afghanistan und Russland. Die Anteile der weiteren Länder liegen jeweils unter fünf Prozent. „Schon 2014 war eine Herausforderung“, blickt Krüger zurück. 2015 werde schwierig, wenn die Prognose mit 100 Flüchtlingen einträfe. Dabei liegen zwischen der Ankündigung und dem Eintreffen der Menschen nur sieben Tage, in denen alles organisiert sein müsse. Über die Wohnungssuche hinaus organisiere die Stadt bereits Sprachkurse oder begleite bei Behördengängen.

Herkunftsländer der Flüchtlinge



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