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Mit Sonne, Wind und Biogas kann inzwischen der Bedarf mehrerer Ortschaften gedeckt werden

Geballte Ökoenergie direkt vor der Haustür

Hemeringen (die). Sonne, Wind und Biogas – drei erneuerbare Energien, die am Hemeringer Kreisel dicht nebeneinander genutzt werden. Zusammen sind die Stromproduzenten vor unserer Haustür in der Lage, den kompletten Bedarf mehrerer Ortschaften zu decken.

veröffentlicht am 29.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 10:41 Uhr

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Die Nutzung erneuerbarer Energien am Hemeringer Kreisel begann im Dezember 2007 mit der Inbetriebnahme der Biogasanlage. „Es wird Strom und Wärme gewonnen“, berichtet Jörg Pape, der die Anlage gemeinsam mit Falk Rekate und Torsten Meier betreibt. „58 Tonnen Mais, Festmist, Grassilage und Grünroggen werden jeden Tag als Methan-Bakterienfutter zur Energiegewinnung benötigt“, erzählt er. Der Mais wird auf 350 Hektar heimischer Ackerfläche angebaut. Die gewonnene Energie treibt zwei Generatoren an, die im Jahr acht Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Der Strom wird ins Netz von e.on Westfalen Weser eingespeist. Weiterhin wird mit der Biogasanlage Wärme gewonnen. „Noch in diesem Jahr werden wir eine Fernwärmeleitung bauen“, kündigt Jörg Pape an. Hierüber können dann bis zu 300 Haushalte in Hemeringen versorgt werden. „Probleme für die Anwohner gibt es durch den Betrieb der Anlage nicht“, stellt er fest. Eine Anwohnerin hatte über einen permanenten Brummton geklagt (wir berichteten). „Bei den anschließenden Messungen durch das Gewerbeaufsichtsamt ist die Biogasanlage als Verursacher ausgeschlossen worden.“

1500 Quadratmeter Kollektorfläche

„Zudem wurde festgestellt, dass die Geräuschentwicklung durch die Anlage weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten liegt“, zeigt sich Jörg Pape zufrieden. Im Frühjahr kam die Nutzung der Sonnenenergie am Hemeringer Kreisel hinzu. Der Hemeringer Landwirt Friedrich-Wilhelm Twick ließ 1500 Quadratmeter Kollektorfläche auf den Dächern seiner Putenställe installieren. „Durch den Zuschnitt des Grundstücks mussten die Ställe mit der Dachfläche in Südausrichtung gebaut werden“, sagt er. Die Nutzung der Sonnenenergie habe sich daher angeboten. Friedrich-Wilhelm Twick hofft, mit der Fotovoltaikanlage im Jahr 130 500 Kilowattstunden Strom zu erzeugen.

Noch in der Testphase befinden sich derzeit die vier Windenergieanlagen. Betreiber ist die Windpark GmbH & Co. Hemeringen KG, eine hundertprozentige Tochter der Enercon GmbH in Aurich. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 73,25 Metern bei einer Gesamthöhe von 99,70 Metern. „Bei den Rotorblättern wurde die aktuellste Blattform verwendet“, sagt Enercon-Projektentwickler Rainer Olling. Dadurch werde eine sehr geringe Geräuschemission erreicht. Die Ertragsprognose des Windparks sieht eine Jahresproduktion von 4,3 Millionen Kilowattstunden vor. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden können durch die erneuerbaren Energien am Hemeringer Kreisel somit über 3100 Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgt und durch die Biogasanlage noch weitere 300 Haushalte mit Wärme beliefert werden.



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