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Amüsante Geschichten und Gedichte rund um Weihnachten im Werkhaus

Gans im Strickpulli und genervte Senioren

Hessisch Oldendorf. „Der Kosak aus dem Ural schmückt seinen Baum mit Räucheraal. Nicht so festlich wie Lametta, aber schmackhaft und auch fetter!“ Doch Weihnachtsschmuck aus aller Welt kann sogar noch schlimmer ausfallen, wie zum Beispiel auf Borneo: Dort ist er selbst gejagt, gehäutet und „hat Köpfchen“. Herzhaftes Gelächter statt bedächtiger Adventsstille – so klingt es am Nikolausabend aus dem Werkhaus in Hessisch Oldendorf. Dort haben Culturverein und Werkhaus zur vergnüglichen Weihnachtslesung eingeladen. Zusammen mit der Vorsitzenden des Culturvereins, Barbara Jahn-Deterding, hat das Vorlese-Team Monika Faust, Anja Förster, Annette Hensel, Gabriele Lingen und Joop van de Pol amüsante Geschichten und Gedichte zusammengestellt. So erfährt man, dass die (Un-)sitte des weihnachtlichen Rotwein-Schenkens in keinem Verhältnis zu dessen eher seltenem Genuss steht. Sodbrennen sorgt dafür, dass manch einer mehr Rotweinflaschen im Schrank hortet als Socken. Schon mal über den Zusammenhang zwischen der Rolle im Krippenspiel und der späteren Karriere nachgedacht? Aus Maria und Josef wird meist nix, auch Hirten und Engel sind eher Loser, aber Ochs und Esel sind die coolsten! So überlebt dann auch in einem tierlieben Haushalt die mit Veronal ruhiggestellte Weihnachtsgans das Fest – zwar gerupft, dafür im Strickpulli, ohne jemals im Bratentopf zu landen.

veröffentlicht am 08.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Nadja Baehr
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Und die Bewohner eines fiktiven Seniorenheimes freuen sich keinesfalls über die zahllosen, gut gemeinten Laiendarbietungen zur Weihnachtszeit: „Wir wollen hier vor Weihnachten endlich mal unsere Ruhe haben und nicht dauernd dieses Gefiedel um die Ohren!“ beklagt sich Opa Röhrmöller, perfekt vorgetragen von Gastleser Willi Weiß. Die alten Herrschaften verbarrikadieren sich, um den dilettantischen Vorträgen zu entgehen. Besonders gefürchtet ist der Shanty-Chor, der um jeden Preis sein Adventsrepertoire „Christus war ein Steuermann und „Wir lagen auf Kiel vor Bethlehem“ schmettern möchte. Doch am Ende werden die tapfer kämpfenden Senioren dann doch noch von der vorweihnachtlichen Stimmung eingeholt. Ebenso ergeht es den vielen Gästen des Werkhauses, die sich schon bestens gelaunt auf das nächste Jahr freuen.



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