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Für den Abriss muss die Weser genug Wasser führen

Fuhler Brücke: Im Januar wird es spannend

FUHLEN. Die alte Fuhler Brücke nähert sich ihrem endgültigen Ende. Laut dem Zeitplan soll Ende Januar die schwierigste und spektakulärste Aktion erfolgen: Das massive Brückenbauwerk wird zertrennt und in vier Teilen abtransportiert. Der niedrige Wasserstand der Weser drohte allerdings schon die Planungen zu gefährden – aber mittlerweile gibt es Grund zum Aufatmen.

veröffentlicht am 07.12.2018 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 20:50 Uhr

Die Abrissarbeiten gehen voran. Ende Januar soll die Bogenbrücke in mehreren Teilen abtransportiert werden. Foto: dana
Jens Spickermann

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Während der letzten Wochen haben Bauarbeiter die Brücke bereits von allen Teilen befreit, die irgendwie abmontiert werden können – beispielsweise von Geländern und Leitplanken. „Leichtern“ heißt das im Fachjargon. „Damit sind die schon weit gekommen“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Hameln. Von der Fuhler Weserseite aus sei auch gut zu sehen, dass der Straßendamm mittlerweile abgetragen wurde.

Bis zum Ende des Jahres ist geplant, die Vorlandbrücken auf beiden Seiten der Weser abzureißen. Dann geht es also erstmals mit schwerem Gerät an den massiven Beton. Zu der eigentlichen Bogenbrücke gehört dieser aber noch nicht – für das große Bauwerk müssen zunächst schwimmende Pontons herangeschifft werden, die die Brücke abstützen, während sie mit Schneidbrennern zerteilt wird. Große Kräne werden die Einzelteile dann auf Lkw verladen.

Mit den Pontons könnte es bei einem zu niedrigen Wasserstand aber Probleme geben, befürchtet Brockmann. In den letzten Tagen habe es zwar geregnet und der Pegel ist gestiegen. Ob sich die Weser aber bis zum Januar wieder ausreichend gefüllt haben wird, damit die Pontons genügend Wasser umter dem Kiel haben, dass könne man jetzt noch nicht voraussagen, so der Behördenleiter. Die Pontons auf dem Wasserweg heranzuschaffen, könnte noch das geringere Problem darstellen. Aber sobald die tonnenschweren Brückenteile darauf lasten, erhöht sich natürlich der Tiefgang.

Bislang seien die Abbrucharbeiten im Zeitplan. Aus Naturschutzgründen sollen sie bis zum Frühjahr, sobald die Vegetationszeit beginnt, abgeschlossen sein. Falls sich der Ablauf aber doch etwas verzögern sollte, hätte das zumindest sicherheitstechnisch keine Auswirkungen: Die auf halbem Wege abgebaute Brücke sehe zwar nicht schön aus, eine Gefahr entstehe aber nicht durch sie, meint Brockmann. Weil der Stahl mit der Zeit brüchig geworden ist, musste für den Verkehr zwar Ersatz her, aber ohne das Gewicht der Fahrzeuge könnte sie theoretisch noch jahrelang stehen bleiben.

Während an der Brücke Teile abmontiert werden, kann es für jene, die sich darunter befinden, hingegen schon gefährlich werden.

In der letzten Zeit sei es vorgekommen, dass Leute unterhalb der Brücke Motorboote zu Wasser gelassen haben, berichtet Brockmann. Das sei ziemlich unvernünftig und gefährlich. Denn obwohl man alles dafür tue es zu vermeiden, sei es immer möglich, dass während der Demontagearbeiten schwere Teile von der Brücke stürzen, warnt der Behördenleiter.



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