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Jugendpfleger Tarik Oenelcin sicher: Rosita Watermann demnächst ehrenamtlich dabei

Für Ferienpass noch Zeit drangehängt

Hessisch Oldendorf. Ihre Arbeit beschrieb Rosita Watermann vor drei Jahren als „Lebensaufgabe, in der ich aufgegangen bin“. Nach nunmehr 23 Jahren als Leiterin der Malschule denkt die Welsederin ans Aufhören. „Es war ihr letzter Ferienpass als Mitarbeiterin der Stadt, den nächsten Ferienpass wird sie ehrenamtlich mitgestalten“, ist sich Stadtjugendpfleger Tarik Oenelcin „fast sicher“. Rosita Watermann hatte einige Wochen drangehängt, um den Jugendpfleger beim Ferienpass zu unterstützen.

veröffentlicht am 09.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Peter Jahn
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Beim Treffen der Helfer beim Abschluss des Ferienpasses in der Malschule danken Bürgermeister Harald Krüger und Tarik Oenelcin unter großem Beifall der engagierten Mitarbeiterin. Gleichzeitig stellt das Stadtoberhaupt mit Christina Traurig die Nachfolgerin von Rosita Watermann vor.

Als 1990 der ehemalige Kindergarten am Barksener Weg in eine Nachmittagsbetreuung für Kinder von drei bis 13 Jahren umfunktioniert wird, übernimmt Rosita Watermann die Leitung. Mit vier Stadtjugendpflegern hat sie in den folgenden 23 Jahren zusammenarbeitet. Zwei davon, Tarik Oenelcin und Uwe Kohnert, waren am Donnerstagabend beim Abschlussgrillen des Ferienpasses dabei. Als Quereinsteigerin war Rosita Watermann vor 41 Jahren über die Erwachsenenbildung zur Spielkreisbetreuung gekommen. Insgesamt 18 Jahre arbeitete sie im Spielkreis in der Segelhorster Wolfstraße. Dann gehen dort die Anmeldungen zurück, eine der beiden Gruppen wird geschlossen. Rosita Watermann wechselt in die Malschule und baut diese maßgeblich mit auf.

Stets hat sie ihre Arbeit mit großer Freude gemacht. Allerdings gab es auch eine Zeit, um das Jahr 2007, da war sie nicht so glücklich. Damals ging es darum, ob die Malschule weitergeführt werden sollte. Das Gebäude war ziemlich heruntergekommen, der damalige Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann und einige Politiker fassten gar den Abriss der Malschule ins Auge. Harald Krüger war es, der während seiner Kandidatur zum Bürgermeister den Erhalt der Malschule forderte. Rund 110 000 Euro wurden investiert und die Malschule saniert.

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Rosita Watermann konnte im Haus am Barksener Weg weiterarbeiten. Für Harald Krüger ist es die „Warmherzigkeit, mit der sie auf die Kinder zugeht, dass sie sich Zeit für die Mädchen und Jungen nimmt und sie ihnen Regeln beibringt“, die den Erfolg der Arbeit von Rosita Watermann ausmachen.

Zum Abschlussfest des Ferienpasses macht Jugendpfleger Tarik Oenelcin noch keine konkreten Angaben zur Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in diesem Jahr das Angebot genutzt haben. Eine Veranstaltung kommt noch und bei dieser werden wie in den Vorjahren rund 1500 junge Leute erwartet. Am Sonnabend nächster Woche, am 17. August, heißt es im Süntelbad in Haddessen: Disco und Nachtschwimmen. Der DLRG-Vorsitzende Herm Henkel und seine Helfer hoffen auf gutes Wetter bei dieser Großveranstaltung des Ferienpasses.

Hocherfreut kann Tarik Oenelcin bereits jetzt feststellen, dass bei den Fahrten kein Kind und kein Jugendlicher zu Hause bleiben mussten. Entsprechend der Anmeldezahl wurden kurzerhand Busse nachgeordert. Dass dies geschehen konnte, so hebt der Jugendpfleger hervor, liegt daran, dass die Geldinstitute bei ihrem Sponsoring noch etwas drauflegten. „Jeder kommt mit“, lautet die Devise bei der Stadtjugendpflege. Das wird auch von Bürgermeister Harald Krüger und Amtsleiterin Margareta Seibert unterstützt. Für sie ist der Ferienpass „eine Möglichkeit, an Jugendliche heranzukommen“, ein Stück Integration und vor allem gut angelegte Jugendarbeit. Eine Ablehnung könne nur zur Folge habe, dass sich die jungen Leute das nächste Mal gar nicht erst um einen Platz bemühen, befürchten sie ebenso wie Tarik Oenelcin.

Für Harald Krüger ist der Ferienpass auch eine große Chance für die Vereine, die sich beteiligen. Sie können sich bekannt machen und junge Mitglieder werben. Einmal mehr erinnert das Stadtoberhaupt an Bianca Glinke, die beim Ferienpass in Rohden das Schießen als ihren Sport entdeckte und inzwischen einige nationale Titel erringen konnte und als Europameisterin auf dem Treppchen stand.

Beim Sommerferienpass mussten zwei, drei Veranstaltungen wegen mangelndem Interesse abgesagt werden. Es blieben damit aber weit über 200 Termine, die den Daheimgebliebenen in den vergangenen Wochen kostenfrei oder für kleines Geld angeboten werden konnten.



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