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Für die Sauerei zahlen am Ende alle Bürger

Weibeck/Höfingen (doro). Klar, man zahlt bei der Anschaffung – aber auch bei der Entsorgung steigen die Kosten für die Konsumgüter der Wegwerfgesellschaft. Für die Beseitigung des Mülls möchte allerdings nicht jeder die Geldbörse öffnen: Ab in Wald und Wiese damit sagt sich so mancher und beteiligt auf diese Weise die Öffentlichkeit an den Entsorgungskosten.

veröffentlicht am 28.10.2009 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 02:21 Uhr

Müll
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Weibeck/Höfingen (doro). Klar, man zahlt bei der Anschaffung – aber auch bei der Entsorgung steigen die Kosten für die Konsumgüter der Wegwerfgesellschaft. Für die Beseitigung des Mülls möchte allerdings nicht jeder die Geldbörse öffnen: Ab in Wald und Wiese damit sagt sich so mancher und beteiligt auf diese Weise die Öffentlichkeit an den Entsorgungskosten: Die wilde Abfallhalde, die ein bislang unbekannter Umweltsünder nach Angaben der Polizei zwischen dem 19. und 23. Oktober Im Siek zwischen Höfingen und Weibeck (Stichstraße zu den Windkraftanlagen) hinterlassen hat, zieht – falls man den Sünder erwischt – nicht nur ein saftiges Bußgeld nach sich, sie kostet auch den Steuerzahler Geld.
 Denn umsonst sammelt die Kreisabfallwirtschaft (KAW) den Zivilisationsmüll natürlich nicht ein: Für die illegal in die Natur gekippten Abfälle, in diesem Fall Baustahlmatten, Ondoline-Platten, Elektroschrott, Behältnisse von Elektrowerkzeugen, Computerteile, Haushaltsgeräte und weitere Plastikteile muss die KAW Personal und Fahrzeuge einsetzen: Die Kosten werden auf die Abfallgebühren aufgeschlagen, und somit zahlt jeder. Rund 25 000 Euro gibt der Landkreis jährlich aufgrund dieser simplen Art der Müllbeseitigung an die Bürger weiter, sagt Paul Wojakowski, Einsatzleiter der KAW. Wilde Müllhalden in dieser Größenordnung seien jedoch nicht die Regel: „Meist müssen wir nur einige Säcke entsorgen.“
 Die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter aus der Gegend stamme, sei erfahrungsgemäß groß, erläutert der Fachdienstleiter und bittet deshalb die Bürger um Mithilfe: Wer etwas gesehen hat oder Teile des Mülls wiedererkennt, wird gebeten sich beim Landkreis mit Reinhard Bartsch, Tel. 05152/9034304 oder der Polizei Hessisch Oldendorf Tel. 05152/947490 in Verbindung zu setzen.



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