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Großenwieden und Rohdental ins Landesförderprogramm aufgenommen

Fünf Dörfer – ein Ziel

Hessisch Oldendorf. „Wir haben uns sehr gefreut, dass es beim ersten Mal geklappt hat“, sagen Heinz Kütemeyer und Friedrich Meier. Die Ortsbürgermeister von Großenwieden und der Ortschaft Rohdental sprechen dabei von der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen. Unter der anspruchsvollen Überschrift „Netzwerk Weserdörfer – vom Tal ins Bergland“ haben sich die Dörfer Großenwieden, Kleinenwieden, Rohden, Segelhorst und Welsede gemeinsam beworben und sind als eine von 15 förderungswürdigen Dorfregionen in Niedersachsen ausgewählt worden.

veröffentlicht am 23.01.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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„Das ist die neue Vorgabe des Landes, dass sich Dörfer im Verbund bewerben“, erklärt Heiko Wiebusch. Der Leiter des Fachbereichs bauliche Entwicklung im Hessisch Oldendorfer Rathaus betont, dass „die vom Büro Ackermann aus Hannover ausgearbeitete Bewerbung der Weserdörfer nur erfolgreich war, weil in den Orten schon vorgedacht wurde. Sowohl beim Entwicklungskonzept Rohden als auch in der Zukunftswerkstatt Großenwieden haben sich die Ortsbürgermeister und die Einwohner bereits mit der Zukunft ihrer Dörfer beschäftigt.“ Das hat seiner Einschätzung nach das Landwirtschaftsministerium in Hannover überzeugt und so sei es der Schlüssel zum Erfolg gewesen, erklärt Heiko Wiebusch. „Die Stadt erstellt nun einen Plan für das Dorfentwicklungsverfahren, was aller Erfahrung nach ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen kann“, fährt der Fachbereichsleiter fort. Die Ideen und Visionen, die in den Ortschaften erarbeitet wurden, würden nun überplant, zudem werde es nötig sein, Prioritäten zu setzen, macht er deutlich. Heinz Kütemeyer weiß, was auf seiner Wunschliste für Großenwieden und Kleinenwieden ganz oben stände. „Ich würde mir wünschen, dass die Fachwerkfassaden der alten Häuser wieder sichtbar wären. Außerdem werden wir Obstbaumwiesen und eine Spielwiese anlegen. Schön wäre es, wenn die Straßen wieder einen dörflichen Charakter bekämen“, sagt der Ortsbürgermeister. Er wisse, dass es viele Projekte sind, für die sich die Einwohner Großenwiedens und Kleinenwiedens starkmachen. „Denn eins ist klar: Ein Dorf, das nichts tut, darf sich nicht wundern, wenn niemand dort wohnen will“, sagt Heinz Kütemeyer mit Entschiedenheit.

Friedrich Meier knüpft nach der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm die Hoffnung, dass „zum einen die drei Dörfer der Ortschaft Rohdental und zum anderen alle fünf Dörfer zusammenrücken.“ Das sei beispielsweise durch eine Zusammenarbeit der verschiedenen Vereine möglich, denn da hätten es alle mit Nachwuchssorgen zu tun, sind sich die beiden Ortsbürgermeister einig. Auf die Frage, welche Maßnahme Vorrang haben sollte, antwortet Rohdentals Bürgermeister spontan: „Ein Rad- und Fußweg zwischen Rohden und Rohdental und die Umgestaltung der stark befahrenen Ellerbachstraße mit einer Tempobeschränkung.“

Das, was für Anja Piel, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, im Blickpunkt steht, nämlich „etwas für die Entwicklung der Ortskerne zu tun, barrierefreie Wege zu schaffen oder den Weserradweg und den Weserberglandweg touristisch aufzuwerten“, gehört zu den im Förderantrag aufgestellten Zielen. Die Fischbeckerin sieht in der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm „einen wichtigen Impuls für die Region“.

So schön kann ein Fachwerkhaus sein. Sicherlich ein gutes Beispiel ist das Haus der Familie Haver in Großenwieden. bj

In der kommenden Förderperiode bis 2020 stehen landesweit insgesamt 115 Millionen Euro aus EU-Mitteln für die Dorferneuerung zur Verfügung. Hinzu kommen Bundes- und Landesmittel. „Wie hoch die Förderung für die Weserdörfer ausfällt, steht jedoch noch nicht fest. Zum jetzigen Zeitpunkt sind daher Aussagen über konkrete Fördersummen nicht möglich. Mit der Aufnahme in das Programm wurde zunächst nur die Grundsatzentscheidung getroffen, die Höhe der Fördermittel ergibt sich dann aus dem jeweiligen Dorfentwicklungsprozess und der Förderfähigkeit der jeweiligen Einzelprojekte“, erklärt Heiko Wiebusch. „Wir haben jetzt zwei Jahre Zeit, die Dorfentwicklung zu planen. Danach wird in Abstimmung mit dem Amt für Regionalentwicklung in Hannover ein Zeitplan zur Umsetzung der Maßnahmen festgelegt, auf dessen Basis dann konkrete Förderanträge gestellt werden können“, führt der Fachbereichsleiter aus. Da die Modalitäten der Gruppendorferneuerungen neu sind, betrete man im Wortsinn Neuland. „Da bedarf es vieler Abstimmungen“, macht Wiebusch deutlich. Friedrich Meier setzt darauf, dass die Mittel aus dem Fördertopf „gerecht verteilt werden, damit wir für unsere Dörfer etwas tun können“.



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