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Route zwischen Rumbeck und Heßlingen soll in diesem Jahr realisiert werden

Frohe Botschaft: Radweg kommt!

Rumbeck/Heßlingen. Radfahren ist beliebt und Niedersachsen das perfekte Land dafür. An manchen Stellen kann man mit diesem Prädikat allerdings nicht werben. Im Bereich Fuhlen über Heßlingen nach Rumbeck gibt es nicht einmal einen intakten Radweg entlang der Landesstraße nach Rinteln. Das soll sich jetzt ändern.

veröffentlicht am 05.04.2016 um 15:13 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:56 Uhr

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Autor:

stefan Bohrer
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Der Radwegebau hat in Niedersachsen einen besonderen Stellenwert. Sich mit dem Drahtesel von A nach B zu bewegen, ist sowohl eine umweltschonende Alternative wie auch ein beliebtes Freizeitvergnügen, das als sportliche Attraktivität in den letzten Jahren boomt. Fahrradläden und -verleihe schießen mittlerweile wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden. Außerdem bietet Niedersachsen Radfahrern zudem ideale Bedingungen: Es gibt relativ wenige Berge und Steigungen. Bleibt natürlich die Frage, ob das Radwegnetz im Kreisgebiet ausreicht oder ob ausgebaut werden muss. Der Radfernwanderweg Weser jedenfalls ist bestens ausgebaut, was Radfahrer immer wieder bestätigen. Allerdings wird das Radwegenetz innerhalb des Stadtgebietes durch die Weser geteilt. Nördlich des Flusses sind die Radwege komplett vorhanden und in bestem Zustand.

Im Bereich Fuhlen über Heßlingen nach Rumbeck jedoch gibt es in Teilabschnitten nicht einmal einen intakten Radweg entlang der Landesstraße nach Rinteln. Das soll sich jetzt ändern. Der bisher fehlende Radweg soll gebaut werden, wie jetzt in einer Bürgerversammlung im Sportheim Heßlingen bekannt gegeben wurde. Das Verkehrsaufkommen auf der Landesstraße ist relativ hoch, deshalb stehen bei diesem neben der Straße geplanten Radweg vor allen Verkehrssicherheitsaspekte im Vordergrund. Das bedeutet, dass der Radweg eine bestimmte Mindestbreite haben muss sowie einen entsprechenden Sicherheitsabstand zur Straße. Es wird jedoch keine räumliche Abtrennung etwa durch eine Heckenbepflanzung zwischen Straße und Radweg geben.

Gewährleistet sein muss trotzdem, dass Autos nicht den Radweg befahren oder darauf parken können. Dass der Radweg überhaupt gebaut wird, hat der Landkreis im Vorfeld in einer sogenannten Prioritätenliste festgelegt. Erstellt wurde die Liste in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Ortsrat. Bereits in seinen letzten Sitzungen hat sich der Ortsrat Sonnental einstimmig für den Bau des Radweges auf der Rintelner Nebenstrecke stark gemacht. Es gehe darum, die Radfahrer von der Straße zu holen, den Verkehr auf der mitunter stark frequentierten Landesstraße sicherer zu machen und natürlich Lücken im Radwegenetz zu schließen. Ein grundsätzlich lobenswerter Ansatz, der jedoch nicht von allem Bürgern im voll besetzten Sportheim vorbehaltlos begrüßt wird. Mit dem Bau des Radweges müssen Privateigentümer Grundstücksflächen abtreten. Darüber hinaus bemängelten einige Rübenbauern, dass ein reibungsloser Abtransport der Ernte über den Radweg auf die Landesstraße nicht mehr gewährleistet sei.

Solche Bedenken jedoch entkräftet das Team um Thomas Gröne von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die das Bauprojekt vorstellten. Lapidar heißt es, dass die Rübenernte einmal pro Jahr stattfinde, und dass der Abtransport vor allem nachts vorgenommen werde. Zu einer Tageszeit also, zu der der neue Radweg vermutlich nicht besonders stark genutzt werde. Baubeginn soll jedenfalls nach Willen des Straßenplanungsteams noch in diesem Jahr sein - vorausgesetzt, dass vom Land Niedersachsen zeitnah die erforderlichen Finanzmittel fließen.



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