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Kinder stürmen Ostereierwiesen

Fröhliche Eiersuche

Hessisch Oldendorf (ah). In den Weserdörfern Großenwieden und Fuhlen ticken die Uhren ein wenig schneller als andernorts, denn dort geht es bereits am Samstag vor Ostern auf große Ostereiersuche.

veröffentlicht am 01.04.2013 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

Ostereier
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Kinder in Begleitung von Eltern und Großeltern, bepackt mit Körbchen und Taschen, stehen auf der Fähre und können es nicht erwarten, von Großenwieden aus die gegenüberliegende Weserseite und die Osterwiese zu erreichen. Als sich der Schlagbaum öffnet, gibt es kein Halten mehr. „Da hinten sind fünf Eier, ich habe sie vom Wasser aus genau gesehen“, sagt Charlotte (7) und ihre Freundin Fabienne verrät: „Letztes Jahr habe ich hier 24 Ostereier gefunden.“
 Die Mädchen und Jungen werden in zwei Altersgruppen aufgeteilt und dann gibt Helmut Henning vom SPD-Ortsverein das Signal, dass die Suche starten kann. Die Augen nach unten gerichtet, laufen die Kinder im Schneegestöber so schnell es geht über das aufgeweichte Gelände. Manche der 380 bunten, hart gekochten Eier liegen auf Maulwurfshügeln und sind nicht gleich zu entdecken.
 Seit über 40 Jahren lädt der SPD-Ortsverein Großenwieden zur Ostereiersuche ein, was einst als ein Osterspaziergang zum Schünebusch, einem Bereich bei Rumbeck jenseits der Kreisstraße begann. „Wir Dorfkinder haben uns jedes Jahr darauf gefreut“, erinnert sich Nicola Beißner, deren Söhnen Arne (7) und Hendrik (5) auf der Osterwiese nahe der Weser auf der Suche nach bunten Eierern sind. „Ich finde das hier sehr unterhaltsam“, meint eine Frau, die „nur zum Zuschauen gekommen ist.“ Während die Elfjährigen, Nele und Sina, erklären, dass die Suche in diesem Jahr besonders schwierig sei, zeigt Leon (7) stolz 20 Ostereier, die er ruckzuck aufgesammelt hat. Obendrauf packt er die Schokoladentüte, die der Ortsverein zum Abschluss an alle Kinder verteilt. Insgesamt 20 bunte Eier haben auch die Geschwister Julia (6), Jan (4) und Marvin (3) gefunden, die vor ihrer Premiere bei der Ostereiersuche richtig aufgeregt waren. „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, versichert Julia.
 In Fuhlen haben die Osterhasen des SPD-Ortsvereins Sonnental nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern für die Jüngsten aus Fuhlen, Heßlingen, Friedrichshagen, Friedrichsburg und Rumbeck 300 Ostereier auf der Pfarrwiese vor der Kirche versteckt. „Der Ortsbürgermeister hat mit dem Weihnachtsmann telefoniert, der kommt aber heute nicht“, scherzt Jost Beckmann angesichts der Schneeflocken, die herabfallen. „Wir haben unsere Aktion hier schon mehrmals in kurzen T-Shirts durchgeführt“, erinnert sich SPD-Ratsherr Kai-Uwe Eggers. Den Kindern scheint der Schnee nicht viel auszumachen, denn als die Begrüßung von Heiko Eggers zur „winterlichen Ostereiersuche“ endet und er das Startzeichen gibt, stürmen sie fröhlich los.
 Hinter Bäumen, Büschen und sogar auf dem Freiluft-Altar werden sie fündig und kehren nach kurzer Zeit mit gefüllten Körben zurück. In diese legt Sonnentals Ortsbürgermeister Jost Beckmann noch jeweils ein Überraschungsei. Außerdem erhalten alle bunte Luftballons, „um wenigstens auf die Weise in diesem Frühjahr Farbe in die Häuser zu bringen“, wie Kai-Uwe Eggers erklärt.
 Auch die Ostereier-Suche in Fuhlen hat bereits Tradition. Unter denen, die zuschauen oder mitmachen, befinden sich auch Kinder und Erwachsene aus Hannover, Unna und Leipzig, allesamt über Ostern auf Besuch in der alten Heimat.
 Trotz Schnees ist Seniorin Elfriede Wagenknecht mit dem Fahrrad von Fischbeck gekommen, um sich im angrenzenden Backhaus Brot zu kaufen.



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