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Stadtmanager fordert Parksünder zum Umdenken auf – und stellt Ideen gegen Leerstand vor

Freundlicher Hinweis statt Knöllchen

Hessisch Oldendorf (pj). Die Weserstadt ist die einzige Stadt in weitem Umkreis, die eine Menge Parkplätze in Zentrumsnähe hat – und das auch noch kostenfrei. Dies ist für den Werbering schon seit Jahrzehnten ein gutes Argument, um darauf Werbung aufzubauen. So sehr sich der Verband der Einzelhändler, Handwerksmeister, Wirte und Dienstleister über die vielen Parkplätze hätte freuen können, es gab und gibt auch immer Diskussionen darum. „Die Kunden wollen direkt vor die Geschäftseingänge fahren“, glauben Geschäftsleute in der Innenstadt zu wissen.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:21 Uhr

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Als vor Jahren die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben und die Hessisch Oldendorfer Innenstadt attraktiv gestaltet worden war, wurden auf dem Pflaster in der Langen Straße und auf dem Marktplatz Parkplätze kenntlich gemacht. Doch geparkt wird mittlerweile wieder überall. Die einen stört es, andere haben sich daran gewöhnt. Weniger gefällt es Geschäftsinhabern, dass die vorgeschriebene Parkzeit in verkehrsberuhigten Bereichen nicht eingehalten wird. Dauerparker nehmen denen, die zum Einkaufen gehen wollen, die Plätze weg. Und dies ist nicht im Sinne des Einzelhandels und des Werberings.

„Es ist ein leidiges Thema in den Städten – immer gibt es zu wenige Parkplätze, immer sind diese zu teuer und immer ärgert man sich über Tickets“, erklärt Stadtmanager Stefan Schlichte. Teure Parkplätze gibt es nun in Hessisch Oldendorf nicht, es sind auch genügend Stellflächen zentrumsnah vorhanden, aber Tickets werden verteilt. Diese werden hinter die Scheibenwischer der Fahrzeuge geklemmt, die auf nicht ausgezeichneten Plätzen stehen, die keine Parkscheibe hinter der Windschutzscheibe liegen haben oder deren Fahrer die Parkzeit überschreiten. Dass nur eine halbe Stunde in der Innenstadt geparkt werden darf, haben die Politiker entschieden. „An den Eingängen zum verkehrsberuhigten Bereich wird durch Zusatzschilder darauf hingewiesen, dass es sich dort um Kurzzeitparkplätze handelt“, erklärt Thomas Breitkopf, im Rathaus für den ruhenden Verkehr zuständig.

Nun will der Werbering eine Aktion starten, „um dieses sensible Thema kreativ anzugehen“, wie Stefan Schlichte den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur erklärt. „In der Innenstadt sollen über mehrere Monate hinweg in den kritischen Fällen (Parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen – nicht aber Parken, das zu Behinderungen führt oder im absoluten Halteverbot) anstatt eines Knöllchens Hinweise verteilt werden“, führt er aus. Es werde auf das Parkvergehen aufmerksam gemacht, „freundlich, aber bestimmt und mit dem Hinweis, das eingesparte Verwarnungsgeld dann doch besser im Einzelhandel auszugeben“. Teil der Aktion ist es, Hinweisschilder aufzustellen, die an die vorgeschriebene Parkzeit erinnern. Außerdem werde verstärkt vom Werbering auf die kostenfreien Parkflächen hingewiesen.

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Diese junge Dame, soll die Autofahrer animieren, die Parkzeit nicht zu überschreiten.

Die Mitglieder des Fachausschusses gaben grünes Licht für die geplante Aktion des Werberings und Stadtmarketingvereins. Die Kosten hierfür werden mit rund 3000 Euro beziffert. Teil des Beschlusses ist auch ein zweites Projekt, das bereits angeschoben ist. Stadtmanager Stefan Schlichte erklärte, was sich hinter dem Begriff des „Flächenmanagements“ versteckt, das möglichst schnell umgesetzt werden soll. Es werden Interessenten gesucht, die sich in zurzeit leerstehenden Geschäftsräumen ansiedeln. Drei Besitzer solcher Läden, darunter der des früheren Geschäftes von Ihr Platz in der Langen Straße, haben sich bereiterklärt, bei einer Mietobergrenze von fünf Euro pro Quadratmeter an der Aktion teilzunehmen.

Heiko Wiebusch, seit 1. September Amtsleiter bei der Stadtverwaltung und für den Bereich Marketing zuständig, stellte fest, dass es Eigentümer gibt, „deren Vorstellung weit über dieses Niveau hinausgeht“. Er ergänzt, dass „über diese Aktion auch ein Bewusstsein dafür geschaffen werden kann, wie viel der Geschäftsraum derzeit in der Stadt wert ist“.

Diese junge Dame soll die Autofahrer animieren, die Parkzeit nicht zu überschreiten.



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