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Benefizkonzert bringt Musikgruppe des Taubblindenwerks 528 Euro

Freude über neue Rasseln

FISCHBECK. Fast möchte einem vor Empörung der Atem stocken: Auch die Musikgruppe des Taubblindenwerks Fischbeck muss ihre Begleitmusik einkaufen. „Ja, zwischen 15 und 20 Euro sind pro Titel an den Musikverlag zu bezahlen, aber ohne geht es eben auch nicht“, berichtet Keyboarder Klaus Schröder im Gespräch mit der Dewezet.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 11:24 Uhr
aktualisiert am 09.02.2018 um 12:30 Uhr

Spenden in Höhe von 528 Euro kamen bei einem Benefizkonzert im Hamelner Münster zugunsten des Taubblindenwerks in Fischbeck zusammen. Unser Bild zeigt den Auftritt des Mädchenchors der Jugendmusikschule Hameln. Foto: BR

Autor:

ah
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Zudem halten auch die Instrumente, die während der Singstunden zum Einsatz kommen, nicht ewig und müssen immer wieder einmal repariert oder sogar ersetzt werden.

„Da sind wir“, beteuert Michael Böhle, Initiator und Leiter der Musikgruppe, „äußerst dankbar, wenn wir hier und da auch finanziell unterstützt werden“. So war es auch, als die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Bonifatius kürzlich zu einem Benefizkonzert in das Hamelner Münster eingeladen hatte.

Ausführende waren, wie die Dewezet berichtete, Mitglieder der Jugendmusikschule Hameln (Wilhelm Hohmeyer Musikschule). Immerhin 528 Euro hatte die mit rund 230 Personen gut besuchte Veranstaltung erbracht, die indes nicht nur finanziell ein Erfolg gewesen ist.

Den konnten nämlich auch die jungen Musikerinnen und Musiker für sich verbuchen, einerseits, weil sie ihr zum größten Teil schon ganz beachtliches Können einmal vor großem Publikum unter Beweis stellen konnten und andrerseits, weil sie für ihre Darbietungen mit viel herzlichem Beifall belohnt wurden. So blickt auch Natalia Wiest von der Musikschule dankbar auf das Konzert zurück: „Es war eine Freude, und wir sind stolz, dass wir für die Menschen im Taubblindenwerk gespielt haben und nun unsere Spende übergeben können“, erklärt sie.

Wie das Geld angelegt werden soll, weiß Michael Böhle bereits. Eine neue Handtrommel soll angeschafft werden, ebenso neue Rasseln und Schellenkränze, die Noten müssen ersetzt werden und die Geschichtenbücher, aus denen Böhle regelmäßig zur Auflockerung vorliest, dürften auch mal gegen neue ausgetauscht werden. Und die Begleitmusik muss (siehe oben) schließlich auch bezahlt werden. Nur die ursprünglich angedachte neue Gitarre, sie würde ab etwa 300 Euro aufwärts kosten, ist angesichts der anderen Anschaffungen nun nicht mehr drin. Aber der Gruppenleiter weiß sich zu trösten: „Vielleicht reicht‘s ja wenigstens noch für einen Satz neuer Saiten.“ br



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