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Dschungelatmosphäre beim Konzert in der St.-Bonifatius-Kirche / Cantamus Chor reißt alle mit

Fremde Töne von ungewöhnlichen Instrumenten

Hessisch Oldendorf. In der katholischen Kirche St. Bonifatius herrscht Dschungelatmosphäre und dies ganz ohne Löwen, Giraffen oder tropische Temperaturen. Erzeugt wird die Stimmung klanglich: von Bambus Chimes, Djembe, Cajon und Shaker, allesamt Percussion-Instrumente. 40 Sängerinnen und Sänger stimmen dazu Hits aus dem Musical „König der Löwen“ an – ein atemberaubender Hörgenuss.

veröffentlicht am 21.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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„Chor und Percussion“ – unter diesem Motto steht der Auftritt des gemischten Chores Cantamus aus Hannover-Kirchhorst. Für die außergewöhnliche klangliche Note und den besonderen Groove sorgen Annika Böse und Kai Altendorf, Studenten der Hochschule für Musik und Theater. Sie sitzen eingerahmt von Marimbaphon, Glockenspiel, Wind Chimes und Trommel, griffbereit liegen Schellenring, afrikanische Cabasa, Claves und verschiedene Shaker.

Voll konzentriert thront Annika Böse auf einem Cajon, einer Kistentrommel, vor sich eine Djembe, auf der sie mit der linken Hand den Takt schlägt. Wesentlich schneller bewegt sie im gleichen Rhythmus das „Schüttelei“ in ihrer Rechten. Die Linke löst sich, blättert die Noten um, die die Studentin nicht aus den Augen verliert. Dann greift sie zu einem Schlägel, dessen Filzkopf mehrfach auf ein Becken zielt, bevor die Hand wieder auf der Djembe den Takt angibt.

Mit der Triangel verleiht Kai Altendorf Rhonda Polays „Come in and stay a while“ das jazzige i-Tüpfelchen, später spielt er zeitgleich mit vier Schlägeln auf dem Marimbaphon. Multitaskingfähig müssten sie sein, bei dem einen oder anderen Lied des Chores spontan entscheiden, welches Schlaginstrument sie einsetzen, erklären die beiden Musiker. Immer wieder entfalten Percussions an diesem Abend ihre Wirkkraft.

Im ersten Teil des laut Chorleiter Martin Schulte „Best of“ aus zehn Jahren Cantamus stehen geistliche Werke und Volkslieder im Vordergrund. Mitreißend: „Simsalabim“, der jazzige Zungenbrecher mit dem flötenden Kuckuck. Wundervoll: „Dirait-on“ des Komponisten Morten Lauridsen, bei dem der Gesang des Chores, der wie eine Riesenwelle im Altarraum aufgestellt ist, hin und her zu wiegen scheint. Ergreifend: „Baba yetu“, die Vertonung des Vaterunser-Textes. Tosenden Applaus erhalten die zwölf „sensiblen, romantischen“ Cantamus-Männer für ihre grandiose A-cappella-Premiere „Ich küsse ihre Hand, Madame“. Mehrfach gibt Martin Schulte eine Kostprobe seines virtuosen Klavierspiels, Sopranistin Sandra Engelhardt besticht etwa bei „Gabriellas Song“ als Solistin.

Mit der Mischung aus weltlicher und geistlicher Chormusik, Volksliedern, Spirituals, Jazz sowie Filmmusik und dem klangvollen Percussion-Groove reißt Cantamus alle mit. „Ich bin begeistert“, erklärt Musikstudent Benedikt Schuba. Annika Böse, erstmals zusammen mit Cantamus aufgetreten, sagt: „Mir hat das Spaß gemacht.“ Den Konzertbesuchern ebenso.



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