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Nach Verschub der Weserbrücke beginnen nachfolgende Arbeiten / Verkehr soll ab Sommer 2018 rollen

Freie Fahrt im Juni?

FUHLEN. „Es hat alles perfekt geklappt. Wir sind sehr zufrieden“, freut sich Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, über den erfolgreichen Verschub der neuen Weserbrücke. Voraussichtlich im Juni 2018 sollen die ersten Autos über die neue Brücke fahren.

veröffentlicht am 22.10.2017 um 15:23 Uhr

Die neue und die alte Weserbrücke liegen nun parallel über der Weser. Foto: wfx
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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FUHLEN. Natürlich ist es nur ein Teil eines Großbauprojekts, doch es war der spektakulärste Teil – auch für die Bauarbeiter und Ingenieure. Denn so ein Brückenverschub, wie er am Ende der vergangenen Woche (wir berichteten) in Fuhlen stattfand, ist auch für die Experten nichts Alltägliches. „So etwas erleben wir auch nur alle paar Jahre“, sagt Michael Warm, Projektleiter bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Umso größer ist die Freude bei allen Beteiligten, dass der Verschub reibungslos über die Bühne gegangen ist.

„Es hat alles perfekt geklappt. Wir sind sehr zufrieden“, freut sich Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Er ist erleichtert, dass bei diesem „ganz wichtigen Schritt“ alles ohne Zwischenfälle geklappt habe. Auch das Wetter hat mitgespielt. Denn bei Windstärken über 40 Stundenkilometer hätte der Verschub abgebrochen werden müssen. Aus Sicherheitsgründen war er deshalb auch kurzfristig zeitlich ein wenig vorverlagert worden: Eigentlich war er für die Tage Donnerstag, Freitag und Samstag geplant, fand dann aufgrund ungünstiger Wetterprognosen bereits am Mittwoch, Donnerstag und Freitag statt.

Die Bauarbeiten an der Brücke gehen jetzt natürlich weiter. In den nächsten Tagen muss die Brücke, die zunächst auf Hydraulikpressen abgestellt wurde, erst einmal noch in ihre endgültige Position abgesenkt werden. „Man kann aber schon gut sehen, dass das passen wird“, sagt Brockmann.

Arbeiter empfangen die neue Brücke am anderen Ufer. Foto: wfx
  • Arbeiter empfangen die neue Brücke am anderen Ufer. Foto: wfx
Trotz Regens lockte das Spektakel am Freitag einige Schaulustige auf die alte Brücke. Foto: wfx
  • Trotz Regens lockte das Spektakel am Freitag einige Schaulustige auf die alte Brücke. Foto: wfx

Danach stehen nachfolgende Arbeiten auf dem Programm, etwa das Herstellen der Betonfahrbahnplatte auf der Brücke. Dazu wird zunächst Stahl, dann Beton auf den im Moment noch gelben Fläche auf der Brücke aufgebracht. Das soll noch in diesem Jahre geschehen, so Brockmann. Auch Schwingungsdämpfer werden noch eingebaut, damit das Bauwerk nicht zu sehr in Eigenschwingung gerät. Auch Schutzplanken, Geländer und Geh- und Fahrradwege müssen angelegt werden. Dann wird die Landesstraße 434, die Hessisch Oldendorf und Fuhlen – derzeit noch über die alte Brücke – verbindet, zum Teil umgelegt, um den Verkehr ab Sommer 2018 über die neue Brücke führen zu können. Derzeit rechne man mit der Umlegung des Verkehrs Ende Juni 2018, sagt Brockmann.

Danach geht es daran, die alte Brücke zurückzubauen. Dies soll ungefähr ab Herbst 2018 geschehen, so Warm. Dabei würden erst die leichteren Bestandteile entfernt, wie der Asphalt, die Geländer oder die Vorlandbrücke, bevor schließlich das Gerüst abgerissen werden könnte.

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