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Fortschreitender Verfall - und keine Lösung

Hessisch Oldendorf (doro). Im Inneren eröffnet sich ein Bild der Verwüstung. Nur an einer Stelle befindet sich ein roter Klebepfeil mit der Aufschrift „gesperrt“. Durch Löcher im Dach kann ungehindert der Regen in das alte leerstehende Berliner Schullandheim eindringen.

veröffentlicht am 25.09.2012 um 11:50 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

In Glanzzeiten waren im Berliner Schullandheim regelmäßig über 100 Betten belegt. Bereits in der Mitte der 70er Jahre setzte die erste Krise ein.
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Bürgermeister, Ratsherren und -frauen dürfte der Gedanke an das Schullandheim primär die unangenehme Erinnerung an die Abrisskosten ins Gedächtnis rufen. Sie werden mit sage und schreibe 250 000 Euro beziffert. Befasst hat man sich mit den Kosten, weil der letzte potenzielle Investor, dessen Name genauso wenig publik geworden ist, wie der des jetzigen Interessenten, jene nicht übernehmen wollte. Verwunderlich ist das nicht angesichts der Altlasten: Wie in vielen anderen Gebäuden der 60 und 70er Jahre sind auch hier Asbest und Steinkohleplatten verbaut worden.

Bert Ariessen, ehemaliger Hausmeister des Schullandheims,  versteht nicht, „warum die Stadt verschiedene Interessenten abgeblockt hat“. So hätten der TuS Hessisch Oldendorf und auch ein Hessisch Oldendorfer Unternehmer Interesse gezeigt. Abgeschreckt habe damals allerdings auch der hohe Kaufpreis von sage und schreibe 320 000 Euro. Seit 2003 versuchte der Schullandheimverband die Immobilie mit dem 16 000 Quadratmeter großen, dazu gehörenden Areal loszuwerden.

Gekauft hat es 2006 am Ende die Stadt mit finanzieller Hilfe des Landkreises, „weil es sich positiv auf die Struktur der Stadt auswirken kann“, wie es der damalige Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann formulierte. Ein nicht öffentlich ausgesprochener Grund war wohl auch die Angst, dass der Neonazi und Hamburger Anwalt Jürgen Rieger sich die Immobilie unter den Nagel reißen könnte, so wie er es bereits mit dem Hamelner Kino getan hatte und es mit einem Hotel in Delmenhorst tun wollte.

Warum seitdem nicht passiert ist, lesen Sie in der Dewezet.



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