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Fischbecker ärgern sich über ungepflegten Friedhof

Fischbeck (boh). „Unser Dorf soll schöner werden, und dann geht man ein paar Schritte weiter und es sieht richtig schäbig aus“, ärgert sich eine Fischbeckerin. Gemeint ist der Friedhof, der an das Stiftsgelände anschließt.

veröffentlicht am 04.08.2011 um 11:06 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:21 Uhr

Friedhof
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Fischbeck (boh). „Unser Dorf soll schöner werden, und dann geht man ein paar Schritte weiter und es sieht richtig schäbig aus“, ärgert sich eine Fischbeckerin.

Gemeint ist der Friedhof, der an das Stiftsgelände anschließt.

„Unser Dorf soll schöner werden, und dann geht man ein paar Schritte weiter und es sieht richtig schäbig aus“, ärgert sich Ursula Rischmüller. Gemeint ist der Friedhof in der Lachemer Straße, der zum Stift gehört. Einzelne Gräber seien verwahrlost, auf den Kieswegen sprieße das Unkraut, die Urnengrabstätte sei wegen des nur selten gemähten Rasens kaum als solche zu erkennen, sondern sehe eher aus wie ein ungepflügter Acker, kritisiert die Fischbeckerin.
 Für viele Menschen bedeutet ein Besuch auf dem Friedhof die intensive Begegnung mit Vergänglichkeit und Tod, mit Trauer und Besinnung im Gedenken an verstorbene Angehörige und Freunde. Gleichzeitig zählen Friedhöfe aber auch zu den wichtigsten Grünoasen in einem Stadtgebiet und laden zum ausgedehnten Spaziergang, zur stillen Erholung und inneren Einkehr ein. Bereits zu Lebzeiten kann es beruhigend sein zu wissen, wo der Mensch nach dem Tod seinen Platz finden wird. Die kommunalen Friedhöfe werden in der Regel vom Garten- und Friedhofsamt gepflegt und gestaltet. Wert gelegt wird auf eine naturnahe Gestaltung mit Bäumen, Hecken, Blumenbeeten und in manchen Fällen sogar kleinen Feuchtbiotopen. Diese als Parkanlagen gestalteten Friedhöfe sind überaus pietätvoll angelegt, was in erster Linie dabei hilft, mögliche Berührungsängste mit dem Thema „Tod“ abzubauen. Im Laufe der letzten Jahrhunderte hat sich der Friedhof neben seiner Funktion als Stätte der Ruhe für die Toten immer mehr auch zu einem Ort der Besinnung für die Lebenden entwickelt, was nicht zuletzt an gartenarchitektonischen Veränderungen bei der Friedhofsgestaltung hin zu einer erbaulich wirkenden Parklandschaft liegt. Häufig sind diese Naturoasen der einzige innerstädtische Ort, um vom Alltagsstress abschalten zu können.
 Das ist in unserem ländlichen Bereich nicht anders, es sei denn, dass sich Menschen an der Gestaltung oder an der Pflege des Friedhofs stören. Wie etwa in Fischbeck. Der Friedhof wird in Eigenregie vom Stift Fischbeck verwaltet und gepflegt. „Wir versuchen, mit den wenigen vorhandenen Ressourcen im personellen Bereich eine optimale Friedhofspflege zu gewährleisten“, entgegnet Stiftsamtmann Dieter Brand.
 Gerade mal zwei Männer seien mit der Friedhofspflege betraut. Viel zu wenig, weiß auch der Stiftsamtmann, jedoch fehlen Gelder für Personal. „Unser Friedhof finanziert sich allein durch die Preise für die Gräber und wird nicht durch die Klosterkammer unterstützt.“ Die Preise seien im Vergleich mit städtischen Friedhöfen äußerst moderat gehalten. „Wir wollten einen Preis finden, den sich viele leisten können“, führt Dieter Brand aus. Trotzdem bemängeln Ursula und Bernd Rischmüller sowie Brigitte und Engelbert Stoltmann, dass auf vielen Gräbern das Unkraut wild wuchert. Hier sei die Stiftsverwaltung ebenso verpflichtet, sich mit den Angehörigen zeitnah in Verbindung zu setzen. „Das machen wir auch“, sagt der Stiftsamtmann. „Für die Gestaltung der Gräber sind allein die Hinterbliebenen verantwortlich.“



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