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Verwaltung soll neuen Standort für Haltestelle Westertor prüfen

Findet ewiges Provisorium ein Ende?

Hessisch Oldendorf. Seit gefühlten Ewigkeiten schon gibt es dieses Provisorium: die Behelfshaltestelle „Westertor“ in der Straße Westertor. So richtig glücklich war man nicht über die Lösung. Wenn dort Bürger auf den Bus warten, stünden sie praktisch bei den dortigen Anliegern im Hauseingang, heißt es. Und eigentlich war schon lange klar: Eine vernünftige Haltestelle wäre notwendig und würde auch eine bessere Orientierung für Ortsfremde gewährleisten. Nun kommt Bewegung in die Sache: Im Ortsrat der Kernstadt wurde nun darüber diskutiert, die Haltestelle „Westertor“ zu verlegen. Und zwar möglichst ortsauswärts entlang der Welseder Straße in Richtung Ortsausgang.

veröffentlicht am 08.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:22 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Claus Clavey, Ortsbürgermeister der Kernstadt Hessisch Oldendorf, spricht von einem „Prüfauftrag für die Verwaltung“. Allerdings gibt er auch gleich zu bedenken, dass es auch auf der Welseder Straße eng würde, eine weitere Bushaltestelle unterzubringen – wegen des Verkehrs und der Anfahrten zu den Supermärkten. Ob da noch ein Bushäuschen hinpasst? Clavey ist zumindest etwas skeptisch.

Aus der Verwaltung kam nun der Hinweis, dass sie das erst mal so aufnehme und den Wunsch an die Öffis und die Landesnahverkehrsgesellschaft herantrage, ob eine solche Verlegung überhaupt möglich sei.

Wenn dem Wunsch entsprochen und die Verlegung realisiert werden könnte, dann sei auch die Beantragung von Fördermitteln möglich. Hintergrund ist folgender: Im Bushaltestellenförderprogramm für das Jahr 2016 werden nur sogenannte Grunderneuerungen gefördert. Bloße Unterhaltungsmaßnahmen oder eine Sanierung unterstütze die Landesnahverkehrsgesellschaft mit dem Programm nicht. Also böte es sich an, eine neue Haltestelle zu errichten, sagt Clavey.

Die Verwaltung muss sich nun primär mit einer Verlegung der Haltestelle Westertor befassen. Für so eine Verlegung würden bei der Kommune erst mal keine Kosten anfallen. Allerdings könne die Verlegung auch nur von der Stadt realisiert werden – natürlich aber auch nach Rücksprache mit den Linienbusunternehmen, die die Haltestelle ja letztlich anfahren müssen.

Stadt müsste

privaten Boden erwerben

Aus dem Gremium kam dann auch noch der Hinweis, dass man vielleicht den Grund für die gewünschte Verlegung in einen möglichen Beschluss darüber aufnehmen sollte. Bislang sei die Haltestelle Westertor nämlich nur eine Nothaltestelle – und das im Grunde schon seit 10 oder 15 Jahren.

Doch so einfach ist eine Verlegung der Bushaltestelle auch praktisch nicht: Es wäre Land nötig – und das infrage kommende Land befindet sich in Privatbesitz. Somit wäre also Landerwerb nötig. Weiter würde eine neue Haltestelle entsprechend Platz brauchen – alleine das Buswartehäuschen braucht einen sicheren Stand. Die Verwaltung wolle nun vor Ort in dieser Hinsicht die Machbarkeit prüfen und geeignete Grundstücke suchen, um dann Gespräche mit Eigentümern zu führen – erst dann solle das Vorhaben weiter in die politischen Gremien gehen, damit man im Falle eines Scheiterns nicht zurückrudern müsste.

Allzu lange darf sich die Stadt aber auch nicht Zeit lassen, denn Anträge auf Förderung aus dem Bushaltestellenförderprogramm müssten bis 31. Mai bei der Landesnahverkehrsgesellschaft gestellt werden. Andernfalls bestehe nicht einmal die Chance auf Gelder aus dem Topf im kommenden Jahr. Im Falle eines pünktlichen Antrags ist aber auch nicht sicher, dass Geld für das Projekt in der Kernstadt bewilligt wird, denn darum streiten sich viele Kommunen, alleine in Hessisch Oldendorf planen Wahrendahl und Lachem ähnliche Anträge.

Hier könnte ein Foto der Behelfshaltestelle Westertor stehen...noch nicht gemacht und auch noch niemand beauftragt

Die Behelfs-Bushaltestelle Westertor ist eine unglückliche Lösung für viele – unter anderem, weil sie für Auswärtige nicht einfach zu finden ist.



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