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Stadt muss rund 70 000 Euro bereitstellen / Einführung soll in drei Jahren abgeschlossen sein

Feuerwehr stellt auf neue Digitaltechnik um

Hessisch Oldendorf (tis). Die neue Funktechnik, der Digitalfunk, wird kommen, daran besteht kein Zweifel. Daher müssen auch die Feuerwehren in der Stadt Hessisch Oldendorf darauf vorbereitet sein. Dies bedeutet nichts anderes, als dass komplett neue Funkgeräte für die Einsatzfahrzeuge angeschafft werden müssen. Die Feuerwehrführung hat dazu einen Plan ausgearbeitet, um die Kosten, die sich auf rund 70 000 Euro belaufen könnten, auf drei Jahre zu verteilen.

veröffentlicht am 17.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:21 Uhr

Stadtbrandmeister Jürgen Hilpert mit einem der alten Funkgeräte, die ausgetauscht werden müssen. Fotos: tis
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Der neue Digitalfunk soll den Sprechfunk für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), zu denen neben den Feuerwehren auch die Polizei, der Rettungsdienst, das THW und die Hilfsorganisationen gehören, qualitativ verbessern, ihn komfortabler und vor allem abhörsicherer machen. „Dieser neuen Technik wollen und können wir uns gar nicht verschließen“, betont Stadtbrandmeister Jürgen Hilpert. Schließlich seien die Hessisch Oldendorfer Feuerwehren darauf angewiesen, sich bei einem Einsatz mit anderen Kräften über Funk zu verständigen. Jürgen Hilpert: „Das fängt schon in den eigenen Reihen an, etwa wenn wir Spezialfahrzeuge aus Hameln, Rinteln oder von der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen anfordern, die dann mit Digitalfunk ausgerüstet sind.“ Und auch mit dem Rettungsdienst, der Polizei oder dem THW werde per Funk kommuniziert. „Daher ist es für uns keine Frage, dass wir auch den Digitalfunk einführen“, erklärt der Stadtbrandmeister.

Das bedeutet bei 24 Ortswehren, dass 36 fest eingebaute Geräte in den Fahrzeugen und zwölf Handfunkgeräte für den mobilen Betrieb an einer Einsatzstelle angeschafft werden müssen. Dafür ist nach dem derzeitigen Stand ein Kostenrahmen von 70 000 Euro vorgesehen. Bereits unter dem alten Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Hoffmann, aber natürlich in Absprache mit dem neuen Führungsteam um Jürgen Hilpert, ist ein Plan ausgearbeitet worden, um die Investition auf insgesamt drei Jahre zu verteilen. „So haben wir im Haushalt für dieses Jahr bereits 30 000 Euro für die Beschaffung von digitalen Funkgeräten vorgesehen“, erklärt Stadtbrandmeister a. D. Hans-Jürgen Hoffmann. Die Stadt Hessisch Oldendorf wolle sich mit den anderen Kommunen an einer Ausschreibung des Landkreises beteiligen, um bei möglichst großen Stückzahlen einen günstigen Preis zu bekommen.

Im ersten Schritt sind fest eingebaute Funkgeräte vor allem für die Schwerpunktfeuerwehr Hessisch Oldendorf sowie die Stützpunktfeuerwehren Fischbeck und Heßlingen vorgesehen. Auch die Führungskräfte mit Jürgen Hilpert und seinen beiden Stellvertretern Karsten Redeker und Jörg Gottschalk sollen die neue Technik erhalten. Weiterhin sind die Fahrzeuge der Ortswehren Großenwieden und Hemeringen bei der ersten Beschaffung dabei, da ihre Fahrzeuge in der Kreisfeuerwehrbereitschaft eingesetzt werden. Ebenso der Einsatzleitwagen aus Hessisch Oldendorf und der Mannschaftstransporter der Ortswehr Fischbeck, der für die Atemschutzüberwachung einen wichtigen Stellenwert bei der Stadtfeuerwehr hat. Zudem sollen die zwölf tragbaren Geräte gekauft werden, von denen zwei dann auf den Booten in Großenwieden und Hessisch Oldendorf Verwendung finden.

Für die Jahre 2012 und 2013 ist geplant, den Bestand um weitere zwölf Handgeräte und neun Festgeräte sowie ein mobiles Gerät für die weiteren Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet zu erweitern. „Dann müssten wir für die neue Funktechnik gewappnet sein. Diese soll in der Polizeidirektion Göttingen, zu der wir gehören, ab dem dritten Quartal 2012 im Probebetrieb eingeführt werden“, bemerkt Stadtbrandmeister Hilpert. In den ersten Jahren wird es einen Parallelbetrieb mit alter und neuer Technik geben, bis die Umstellung endgültig auf den Digitalfunk erfolgt. Und so bleiben die alten analogen Funkgeräte zunächst noch in den Fahrzeugen eingebaut.

Kay Leinemann, stellvertretender Leiter der Leitstelle Weserbergland, mit einem neuen Digitalfunkgerät.



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