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Fischbecker Gerätehaus verbraucht am meisten / Geothermie oder Bhkw als Alternativen im Gespräch

Feuerwehr heizt mit echten Energiefressern

Fischbeck (fn). „Retten, Bergen, Löschen, Schützen.“ Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren investieren schon eine Menge eigener Energie, um den Brandschutz in Hessisch Oldendorf sicherzustellen. Die Feuerwehrgerätehäuser im Stadtgebiet, teilweise mit Einfachverglasungen, Standard-Sektionaltoren und unzureichenden Dämmungen entpuppen sich hingegen als wahre Energiefresser.

veröffentlicht am 26.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:21 Uhr

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Vorwiegend werden die Häuser mit Strom geheizt. Und zwar mit echten Energieschleudern. Zum Teil veraltete Nachtspeicheröfen oder Radiatoren sorgen dafür, dass das Wasser in den Einsatzfahrzeugen nicht gefrieren kann. Auf Antrag der SPD-Stadtratsfraktion hat die Stadt Hessisch Oldendorf nun den Energieverbrauch der einzelnen Feuerwehrhäuser untersucht.

„Im Rahmen einer Fraktionsbereisung waren wir im Feuerwehrhaus in Barksen und haben festgestellt, dass es dort eine veraltete Heizungsanlage gibt wie in vielen anderen Gerätehäusern auch“, sagt Dirk Adomat (SPD), Mitglied im interfraktionellen „Arbeitskreis Erneuerbare Energien“. Adomat berichtet von einem allgemein sehr hohen Energieverbrauch in den Feuerwehrhäusern; vor allem die Zahlen der Fischbecker Wehr tanzen aus der Reihe: Dort war der Verbrauch im letzten Jahr doppelt so hoch wie in den beiden Jahren zuvor.

„Wir müssen untersuchen, warum der Verbrauch so hoch ist“, sagt Adomat. Geprüft werden soll, ob es sich um Ablesefehler handelt oder ob eine Stromabnahme für Baumaßnahmen an Schule und Sporthalle der Grund für den hohen Verbrauch sein könnte. (Erklärt ist damit allerdings noch nicht der ebenfalls hohe Gasverbrauch.) Ist weder das eine noch das andere der Fall, dann spricht vieles dafür, dass in Fischbeck energetisch saniert werden müsste.

„Da Schule, Kindergarten, Sporthalle und Feuerwehr an einem Platz sind, muss man sehen, ob nicht eine zentrale energetische Versorgung von Vorteil ist“, meint der Sozialdemokrat. Bei der großen Lösung für das Stiftsdorf könne ein Blockheizkraftwerk installiert oder mit Geothermie gearbeitet werden.

„Für das Jahr 2010 haben wir einen Investitionsbetrag von 30 000 Euro für energetische Sanierung festgelegt, der noch nicht verwendet wurde“, sagt Arbeitskreismitglied Günter Kuhnert (Bündnis 90/Die Grünen). „Wir waren uns einig, dass wir diesen Betrag nicht kleckerweise investieren.“ Kuhnert hält die Maßnahme in Fischbeck für angemessen: „Das Geld kommt ja in Form von Kostenersparnissen und Klimaschutz wieder in den Haushalt zurück.“ Dass wahrscheinlich eine noch höhere Summe investiert werden muss, verhehlt er nicht: „Wahrscheinlich werden die 30 000 Euro nicht einmal reichen.“ Mit dem Geld will die Mehrheitsgruppe die Finanzierung in diesem Jahr aber zumindest anschieben, damit dieses Geld sinnvoll investiert ist. Im nächsten Jahr möchte die Mehrheitsgruppe insgesamt 50 000 Euro für den lokalen Klimaschutz bereitstellen.

Ob letztlich eine große Summe in das Fischbecker Feuerwehrhaus oder in ein anderes im Stadtgebiet investiert wird, sei noch nicht klar. „Das muss die Aufstellung der Stadt zeigen“, sagt Kuhnert. „Möglicherweise stellt sich ja heraus, dass der Verbrauch in Rumbeck am höchsten ist.“

Sollte das einheitliche Wärmekonzept für Kindergarten, Schule, Sporthalle und Feuerwehrhaus in Fischbeck verworfen werden, strebt die Stadt nach Aussage von Hartmut Büttner, Leiter des Fachbereichs für Liegenschaften, zumindest die kleine Lösung an: Dann sollen die Nachtspeicheröfen durch elektrische Konvektoren oder eine Gasheizung ersetzt werden. Ein Raumthermostat plus Zeitschaltuhr, mit der man Wärme zielgerichtet anfordert, könnte dann für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen.

Im Fischbecker Feuerwehrgerätehaus wird mit Nachtspeicheröfen geheizt: Ob sie der Grund für den hohen Energieverbrauch sind, muss noch geklärt werden.

Foto: fn



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