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Landkreisweit sinkt die Zahl der aktiven Brandbekämpfer 2014 in Hessisch Oldendorf am stärksten

Feuerwehr beklagt Mitgliederschwund

Hessisch Oldendorf. Wenn die Feuerwehren im Stadtgebiet dieses Jahr ausrücken, werden weniger aktive Brandbekämpfer dabei sei als noch 2014. Die Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehren in der Stadt sind im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 632 Aktive zurückgegangen. Laut Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke ist das bei 53 ausgeschiedenen Brandschützern leider der höchste Wert im Landkreis Hameln-Pyrmont. Doch trotz der personellen Rückgänge seien die 113 Einsätze im abgelaufenen Jahr problemlos bewältigt worden.

veröffentlicht am 27.03.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

von Friedrich-Wilhelm Thies
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Stadtbrandmeister Hilpert berichtete in der Jahresabschlussbesprechung der Hessisch Oldendorfer Feuerwehren, dass der Mitgliederstand 2013 zwar noch leicht erhöht werden konnte, jetzt aber um 7,74 Prozent gesunken sei. „Ich gehe aber davon aus, dass das mit der Abfrage zum Feuerwehrbedarfsplan zu tun hat, wo beim Zusammenstellen der Zahlen etliche ,Karteileichen‘ ausgesondert wurden. Damit schieden Feuerwehrkräfte aus, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Feuerwehren zur Verfügung standen und nur noch auf dem Papier geführt wurden.“

632 Aktive verzeichnen die 24 Ortswehren, 2013 waren es 685 und 2012 683 Brandschützer. Ein Rückgang der Aktiven in den Einsatzabteilungen ist auch auf Kreisebene zu verzeichnen, wo es laut Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke ein Minus von 2,6 Prozent von 3435 auf jetzt 3288 Brandschützer und 43 Angehörige der Hauptberuflichen Wachbereitschaft in Hameln gebe. Damit sei in Hessisch Oldendorf die Zahl der Aktiven in den Einsatzabteilungen stark über dem Durchschnitt zurückgegangen. In den anderen Städten und Gemeinde des Landkreises sind die Rückgänge meist im einstelligen Bereich, in Bad Pyrmont bleiben sie sogar gleich.

Zurückgehende Mitgliederzahlen verzeichnen ebenso die Jugendwehren mit 147 Mitgliedern (2013: 157) und die Kinderfeuerwehren mit 50 Mädchen und Jungen (2013: 60). „Allerdings steht in Heßlingen die siebte Kinderfeuerwehr im Stadtgebiet kurz vor der Gründung, so dass sich die Zahlen hier sicher wieder bessern werden“, bemerkte Hilpert. Eine Kampagne des Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbandes, wie sie gerade läuft, sei zwar hilfreich, aber wohl nicht ausreichend, sagte Brandabschnittsleiter West, Jürgen Selle. „Vielleicht muss man Hausbesuche machen, die Leute direkt ansprechen, um sie für die Arbeit in den Feuerwehren zu gewinnen“, meinte Selle. Und junge Leute, die aus den Jugendwehren in die Einsatzabteilung übertreten, müssten sorgsam mit eingebunden werden, um sie nicht gleich wieder aus den Feuerwehren zu verlieren. Dies sei aber vor dem Hintergrund von Ausbildung, Studium und Berufswahl heutzutage nicht einfach, da die jungen Erwachsenen ihre Ausbildung oder ihr Studium vielfach nicht mehr heimatnah realisieren können. „Es warten viele, nicht einfache Aufgaben auf uns“, fasste Jürgen Selle zusammen.



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