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Dritter Alarm in nur 17 Tagen / Polizei hat noch keine Spur von dem Verdächtigen

Feuer am Feld – war’s wieder Brandstiftung?

Welsede (ube). Sirenenalarm gestern um 8.33 Uhr in Welsede – zum zweiten Mal innerhalb von nur 17 Tagen werden Freiwillige der Ortswehr Welsede und der Schwerpunktwehr Hessisch Oldendorf zu einem Feuer in der Feldmark gerufen. Wieder brennt zwischen Welsede und Deckbergen ein größerer Misthaufen auf einer Fläche von zirka 10 mal 15 Metern – direkt neben einem noch nicht abgeernteten Weizenfeld.

veröffentlicht am 11.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:41 Uhr

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Und wieder wird der Brand mit einer großen Menge Wasser gelöscht. Tobias Ebbighausen von der Stadtfeuerwehr Hessisch Oldendorf hat ausgerechnet, dass 36 000 Liter nötig waren. Erst am 25. Juli hatte es an derselben Stelle gebrannt (wir berichteten). Allerdings am späten Abend um 22.13 Uhr. Kurz zuvor war schon ganz in der Nähe ein großes Rundstrohballen-Lager angesteckt worden. Die Polizei reagierte seinerzeit schnell – nach dem zweiten Brand forderte sie in Hannover einen Spezialhubschrauber mit Wärmebildkamera an. Die Besatzung von „Phönix 93“ suchte kurz darauf den Bereich zwischen Welsede, Großenwieden und Deckbergen ab – einen Tatverdächtigen konnte sie allerdings nicht entdecken.

Der Augenzeuge, der das erste Feuer gemeldet hatte, gab an, er habe einen sonnengebräunten Mann mit kahlgeschorenem Kopf, Brille und Bomberjacke von dem Strohfeuer weggehen sehen. Die Person, so der Anrufer, habe eine Flasche unter seiner Jacke versteckt. War das der Brandstifter, der kurz darauf den Misthaufen angesteckt hat? Die Polizei schloss das nicht aus, leitete eine großangelegte Fahndung ein. „Auch deshalb, weil niemand ausschließen konnte, dass der Täter ein drittes Mal zuschlägt“, erklärt Kommissar Dirk Barnert. Von dem gesuchten Kahlkopf hat die Polizei bislang noch keine Spur. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass es ihn gibt, denn: Bereits vor den ersten Bränden ist der Mann von einem anderen Zeugen in der Feldmark gesehen worden. Die Bauern sind auf der Hut, die Polizisten fahren auch auf Wirtschaftswegen Streife und achten auf verdächtige Personen. Bislang ist unklar, ob der in Verdacht geratene Spaziergänger überhaupt etwas mit den Bränden zu tun hat.

Gestern ist erneut Qualm aufgestiegen an dem Feldweg zwischen Welsede und Deckbergen. Ein Landwirt hat der Feuerwehr beim Löschen geholfen, den brennenden Mist mit einem aus Heeßen angeforderten Frontlader auseinandergezogen. Unklar ist, warum der Haufen ein zweites Mal Feuer gefangen hat. Eine Selbstentzündung schließe die Polizei aus, sagt Kommissar Barnert. Und die Feuerwehr ist sicher, dass sie am 25. Juli sämtliche Glutnester gelöscht hat. Die glimmende und qualmende Masse sei bereits vor drei Wochen mit einem Frontlader auseinanderzogen worden, sagt Feuerwehrmann Ebbighausen. Außerdem habe es in den vergangenen Tagen mehrfach geregnet. Bleibt Brandstiftung? „Warum es dort wieder gebrannt hat, ist unbekannt“, sagt Kommissar Barnert. „Da kein Schaden entstanden ist und weder eine Gefahr für Menschen, Tiere oder Gebäude bestanden hat, sind die Ermittlungen der Polizeistation Hessisch Oldendorf in dieser Sache bereits eingestellt worden.“ Die Fälle vom 25. Juli würden aber nach wie vor untersucht.



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