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Problem sind Jugendliche, die vorgeglüht haben / OCC, Stadt, Polizei und Jugendpflege beraten

Faschingsumzug genießen – ohne Alkoholopfer

Hessisch Oldendorf (pj). „Soweit es in unserer Hand liegt, wollen wir präventiv etwas tun“, betonte Bürgermeister Harald Krüger, als sich Vertreter der Stadt, der Polizei, des Vereins für Kinder- und Jugendarbeit, des Oldendorfer Carneval Clubs und Kreisjugendpfleger Claus-Dieter Kauert berieten, wie Alkoholmissbrauch beim Karnevalsumzug vorgebeugt werden kann. Der Bürgermeister führte aus, dass man auf die Teilnehmer des Umzugs, die Fuß- und Wagengruppen Einfluss nehmen kann, „das Problem sind aber die Jugendlichen, die bereits vorgeglüht haben“.

veröffentlicht am 03.02.2009 um 18:14 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 19:21 Uhr

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Der Jugendpfleger lobte die gute Zusammenarbeit in Hessisch Oldendorf, „das ist nicht alltäglich im Landkreis und auch nicht im Land“, freute sich Kauert. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Kirmesveranstaltungen, vor denen sich die Verantwortlichen auch an einen Tisch gesetzt hatten, um Maßnahmen zu diskutieren. Im Vorjahr erfolgten dann strengere Kontrollen zum Schutze der Jugendlichen. Bürgermeister Krüger, vor einigen Jahren selbst Faschingsprinz, kennt die Situation beim Karneval sehr gut. Er führte aus, dass der Oldendorfer Carneval Club „massive Aufklärungsarbeit leistet, Schreiben an die Wagenbesatzungen verteilt und auch persönlich die Verantwortlichen anspricht“. Auch Jugendpfleger Kauert bestätigt, dass es eine gute Zusammenarbeit vor den Veranstaltungen gebe. „Wir wollen einen Beitrag leisten, damit es auch diesmal eine gute Veranstaltung wird“, betonte der Kreisjugendpfleger. Er fügte an, dass diesmal auch alle Geschäfte ausgesucht werden, in denen Alkohol verkauft wird, denn die Inhaber trügen auch eine gewisse Verantwortung, wie Claus-Dieter Kauert sagt. Er verwies auch darauf, dass der Verein für Kinder- und Jugendarbeit am Donnerstag, 12. Februar, in der Hauptschule um 19 Uhr eine Veranstaltung durchführt, in der es um Aufklärung zum Thema Alkoholgenuss gehe.

Wagenbesatzung stärker

in die Pflicht nehmen

Der OCC-Zugmarschall, Werner Achilles, will verhindert wissen, dass sein Verein „den Schwarzen Peter zugeschoben bekommt“. Er erklärte: „Dass bei 20 000 Besuchern drei bis vier besoffen sind – das ist so.“ Er mahnt: „Man darf Vereinen nicht die Lust nehmen. Wir haben in den vergangenen Jahren Wagenbesatzungen angesprochen, und die haben dann aus Frust nicht mehr teilgenommen.“ OCC-Präsident Heiner Amelung sieht das differenzierter: „Wir kennen das Problem seit Jahren und haben auf jedem Wagen einen Verantwortlichen, denn wir wollen keine Auswüchse, nicht auf den Wagen und auch nicht, dass Alkohol heruntergereicht wird.“ Amelung weiß aber auch, dass Jugendliche ordentlich vorglühen und gab deshalb den Hinweis, dass vor dem Umzug „sehenden Auges über den Wall gegangen werden sollte“.

Wolfgang Linde, bei der Stadtverwaltung für Sicherheit und Ordnung zuständig, begrüßt es, wenn die Wagenbesatzungen stärker in die Pflicht genommen werden. Er fordert aber auch Konsequenzen, wenn man sich nicht an die Vorgaben halte. Und dies könne auch darin münden, „dass man eine Gruppe nicht mehr teilnehmen lässt“. Kriminalhauptkommissar Ulrich Mathies, Leiter der Polizeidienststelle in Hessisch Oldendorf, verweist darauf, dass es schwer sei, wie vor anderen Großveranstaltungen auch, den Alkoholgenuss zu verhindern. Dies habe auch nichts mit den Veranstaltern zu tun. Mathies kündigte an, dass vor dem Karnevalsumzug Taschenkontrollen durchgeführt werden und dabei auf die Unterstützung von Zivilkräften aus Hameln zurückgegriffen werde. Werden Kinder und Jugendliche erwischt, müssen die Eltern sie auf der Wache abholen oder sie werden kostenpflichtig nach Hause gebracht.



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