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MdL Otto Deppmeyer vertritt bundesweite Europa-Initiative in der Wilhelm-Busch-Realschule

EU-Projekt an Schulen wirbt für mehr Toleranz

Hessisch Oldendorf (boh).

veröffentlicht am 11.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 17:21 Uhr

Landtagsabgeordneter Otto Deppmeyer versucht, den Zehntklässlern
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Die Deutschen glauben an die EU – und zwar mehr als die anderen Mitgliedsländer. Aber sie haben auch größere Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft: So lautet das Ergebnis der aktuellen Eurobarometer-Umfrage der EU. 57 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sich die wirtschaftliche Situation weiterhin verschlechtern wird, europaweit sind es nur 51 Prozent. Für die Europäische Union sehen 47 Prozent in Deutschland eine Verschlechterung der Situation, EU-weit sind es sechs Prozentpunkte weniger.

Ein oft zitierter Grund für diese Entwicklung: die EU ist nicht transparent genug, und was man nicht kennt, davor hat man Angst.

Deutschlandweit hat daher die Bundesregierung zum dritten Mal dazu aufgerufen, zeitgleich an deutschen Schulen am 9. März einen EU-Projekttag durchzuführen. Ziel dabei sei es, den Schülerinnen und Schülern die Europäische Union näher zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit Politikern – sozusagen an der Basis – zu diskutieren. Diese Rolle übernahm Landtagsabgeordneter Otto Deppmeyer (CDU) für die rund 60 Schüler der drei zehnten Klassen der Wilhelm-Busch-Realschule in Hessisch Oldendorf. In der Aula stellte er sich zwei Unterrichtsstunden lang einer lebhaften Diskussion. „Die EU und der europäische Gedanke sind recht abstrakte Modelle, die den Bürgern und besonders der Jugend vermittelt werden müssen“, meint Deppmeyer.

Demokratisches Verhalten stärken

„Ich bin sehr überzeugt von der Richtigkeit der europäischen Idee in den mittlerweile 27 Mitgliedsländern“, betonte er zum Auftakt seines Erklärstücks, indem er hauptsächlich nur auf die Historie und Entwicklung der EU einging. Deutschland hätte durch den Beitritt 1957 zur ehemaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, aus der schließlich 1993 mit dem Vertrag von Maastricht die Europäische Union hervorgegangen ist, einen riesigen Absatzmarkt bekommen, erklärte Deppmeyer. Der Maastrichter Vertrag führte ebenso zur Gründung einer einheitlichen Wirtschafts- und Währungsunion, die später die Einführung des Euro ermöglichte. „Unsere Wirtschaft lebt nun mal vom Export, und somit sichert die EU nachhaltig Arbeitsplätze“, sagte der Landtagsabgeordnete. „Wären wir heute isoliert ohne die Mitgliedschaft in der EU, würden wir massive wirtschaftliche Probleme bekommen“, ist sich Deppmeyer sicher.

Der Auftrag der Europäischen Union für das 21. Jahrhundert sei vor allem die Sicherstellung der Stabilität der einzelnen Bürger der Mitgliedsstaaten, die Gewährleistung der Sicherheit sowie die kontinentale Überwindung der Spaltungen. Das fördere die ausgewogene Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, wahre die Globalisierungsherausforderungen und die Völkervielfalt und stehe nachhaltig als gemeinsamer Wert aller Europäer zum Beispiel für die Achtung der Menschenrechte und der Pflege der sozialen Marktwirtschaft.

„Somit betätigt sich die EU in verschiedenen Politikbereichen“, erläuterte Deppmeyer, „sie betreibt Solidaritätspolitik gegenüber den Regionen, der Landwirtschaft und in allen sozialpolitischen Bereichen“.

Eine regelmäßige Diskussion mit Vertretern der Politik sieht auch Rektor Ottmar Framke als vordergründige Aufgabe und Ergänzung zum Lernangebot der Hessisch Oldendorfer Realschule. „Nur so ist es möglich, junge Menschen zu Toleranz und demokratischem Verhalten zu erziehen und ihnen die Achtung vor unserer demokratischen Grundordnung zu vermitteln“, betonte Framke.



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