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Kinder helfen bei Vorbereitung mit

Es gibt viel zu tun bis zur Eröffnung der Badesaison

Haddessen (bj. „Es ist neblig, es ist noch kalt, aber die Kinder stehen in ihren Ferien morgens um acht Uhr mit ihren Rädern am Tor und wollen arbeiten. Das nenne ich Einsatz“, sagt Alexandra Knobloch. Sie hat gerade Mittagsverpflegung in das Süntelbad gebracht und staunt, was die Mädchen und Jungen an diesem Tag schon geschafft haben. Es gibt viel zu tun, damit das Bad am Gemeindeverbindungsweg zwischen Pötzen und Haddessen bei der Saisoneröffnung am Sonntag, 13. Mai, in frischem Glanz erstrahlt.

veröffentlicht am 31.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

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Bei strahlendem Sonnenschein sind die Kinder und Jugendlichen gerade damit beschäftigt, das Becken zu spachteln. „Diese Arbeit ist nicht so beliebt, aber erforderlich, bevor wir wieder streichen können“, erklärt Herm Henkel, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Haddessen. Dem siebenjährigen Jannik macht gerade diese Arbeit am meisten Spaß. „Das ist cool, mit dem Hammer die alte Farbe abzuschlagen“, sagt er und arbeitet sich geduldig Stück für Stück auf dem Grund des Beckens vorwärts. Auch der zehnjährige Hauke spachtelt gerne, dafür „finde ich das Unkraut jäten doof“. Er gesteht offen ein: „Manchmal bin ich morgens noch müde, dann muss ich erst in Gang kommen.“

Wie auch in den vergangenen Jahren veranstaltet die DLRG-Gruppe in der ersten Osterferienwoche ein Workcamp für Kinder und Jugendliche. „Allein am ersten Tag haben die 15 Teilnehmer 105 Arbeitsstunden geleistet“, sagt Herm Henkel. Gemeinsam mit Peter Herrmann aus Haddessen ist er an diesem Tag für die Anleitung und Sicherheit der Teilnehmer zuständig. Es seien täglich mindestens zwei Erwachsene im Bad, die mit den Kindern die Grünflächen abharken, das Unkraut jäten oder die Becken zum Streichen vorbereiten, erklären sie. „Bei allen Aufgaben ist es wichtig, die Kinder zu motivieren, denn schließlich sollen sie ihren Spaß behalten“, betont Peter Herrmann. „Für die Mädchen und Jungen ist dies eine tolle Aktion. Sie lernen erste handwerkliche Arbeiten kennen, erleben Gemeinschaft und beginnen früh, sich mit dem Süntelbad zu identifizieren“, sagt Herm Henkel, der bereits für sein jahrzehntelanges Engagement für das Süntelbad mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Wichtig sei, dass die Kinder lernten, Verantwortung zu übernehmen und sich für etwas einzusetzen.

Das tun in dieser Woche neben den Betreuern des Workcamps auch die Personen, die die Verpflegung für die fleißigen Helfer ins Bad bringen. „Ulla Semel aus Haddessen hat das perfekt organisiert. Wir bekommen Frühstück und Mittagessen von den Eltern der Teilnehmer oder anderen Unterstützern des Bads geliefert“, lobt Herm Henkel. Und genau wie beim Workcamp sei man auch in anderen Bereichen auf freiwillige und ehrenamtliche Arbeit angewiesen, betont er. In diesem Jahr neu dabei sei Gerd Ohlendorf, der sich bereit erklärt habe, die Rasenpflege zu übernehmen, erzählt Herm Henkel.

„Wir sind personell gut aufgestellt, die Mannschaft für die kommende Saison steht“, kann er bei der Jahresversammlung des Trägervereins mitteilen. „Nun hoffen wir, dass es kein Sommer wie der vergangene wird“, sagt Heinz Beißner, Vorsitzender des Trägervereins Süntelbad. Zwar habe man durch die Einnahmen von der Vermietung des Gruppenzeltplatzes, die doppelt so hoch waren wie in den Vorjahren, den finanziellen Einbruch erträglich halten können“, führt er aus. Aber die Einnahmen durch die Badegäste seien wegen der verregneten Badesaison deutlich geringer ausgefallen, sodass man unterm Strich etwas habe zulegen müssen, macht der Vorsitzende deutlich.

„Wir sind ja in den vergangenen Jahren nicht übermütig geworden und haben Rücklagen angespart. Das Geld benötigen wir, denn die Pumpen der Umwälzanlage müssen getauscht werden“, führt Heinz Beißner aus. Vor dem Hintergrund der steigenden Energiekosten müsse das sein. Die neuen Pumpen verbrauchen 30 000 Kilowatt der Jahresmenge von bisher 45 000 Kilowatt, erklärt Heinz Beißner.

Währenddessen freuen sich die Teilnehmer des Workcamps auf das gemeinsame Pizzaessen, das ihnen als kleine Anerkennung für ihren Arbeitseinsatz spendiert wird. Der zehnjährige Mario ist jedenfalls froh, dass „ich dazu beitragen kann, das Süntelbad zu erhalten. Und im Sommer komme ich immer, wenn ich Zeit habe, hierher.“

Es ist mühselig, doch Jannik macht diese Arbeit am meisten Spaß. „Das ist cool, mit dem Hammer die alte Farbe abzuschlagen.“ Foto: bj



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