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Zum 24. Mal Neujahrslauf in Fischbeck

Es geht nicht um Rekorde

Bereits zum 24. Mal inszenierten das Deutsche Taubblindenwerk, der TSC Fischbeck und die evangelische Kirchengemeinde ihren Neujahrslauf. Der allerdings hatte nichts mit Rekorden, Bestzeiten und Platzierungen zu tun. Vielmehr stand das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund.

veröffentlicht am 01.01.2018 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 11:52 Uhr

Der Kurs führte auf rund 3,5 Kilometern über den Pötzer Kirchweg. Fotos ($): hek
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Henner-E. Kerl Reporter
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FISCHBECK. So startete Ortsbürgermeisterin Rosemarie Kreiensen das rund 80 Teilnehmer starke Feld vor dem Tor des Taubblindenwerk-Dorfes nicht per Startpistole, sondern durch ein eher schüchternes „Peng“.

1993 hat Pastor Dr. Martin Winter die Veranstaltung ins Leben gerufen. Sie ist längst zur Tradition in Fischbeck und zu einem Symbol der Verbindung von Taubblindenwerk und Einwohnern geworden. Dementsprechend gehörten zum Neujahrslauf wieder ein Mittagsessen und eine gemeinsame Andacht. „Lasst uns gemeinsam starten“ war das Motto auch diesmal, und für einen guten Start hatten nicht nur die Organisatoren um Jürgen Hennies, den Leiter des Taubblindenwerks, und um seine Frau Jutta, der Betreuungsdienstleiterin der Einrichtung, alles bestens vorbereitet. Vielmehr spielte diesmal im Gegensatz zu den vergangenen Neujahrstouren auch das Wetter mit.

„Der besondere Charme“, so Jürgen Hennies, „unserer Veranstaltung besteht darin, sich in großer Gruppe mit Familie, Sportlern und Bewohnern aus dem Taubblindenwerk auf den Weg durch wunderschöne Natur zu machen, um das neue Jahr zu begrüßen.“ Das auf einem Kurs, der von jedermann bequem und ohne Zeitdruck bewältigt werden kann. Er führte auf rund 3,5 Kilometern über den Pötzer Kirchweg. Parallel dazu absolvierte die weitaus kleinere Gruppe der Walker einen gut achteinhalb Kilometer langen Weg rund um die Teiche in der Weserniederung.

Die weitaus kleinere Gruppe der Walker wärmte sich auf.
  • Die weitaus kleinere Gruppe der Walker wärmte sich auf.
Die Tour war bequem zu bewältigen.
  • Die Tour war bequem zu bewältigen.
Im Saal des Taubblindendorfes war die Verpflegungsstation.
  • Im Saal des Taubblindendorfes war die Verpflegungsstation.

Im noch weihnachtlich geschmückten Saal des Taubblindendorfes wurden die Teilnehmer mit den bekannten wärmenden Köstlichkeiten belohnt – mit Punsch, Kaffee und mit deftiger Erbsensuppe. Dazu blickte Jürgen Hennies auf ein bewegtes Jahr zurück. „Vieles war schön, manches nicht so gut“, sagte er. Doch all das Negative sei kein Grund, nicht optimistisch in das neue Jahr zu gehen. Dabei möge sich ein jeder bewusst, sein, dass nicht nur die großen Taten und Aktionen helfen, das Miteinander besser zu gestalten. Oft seien es die kleinen Gesten, die Großes bewirken können. Ehe Pastor Matthias Voigt den Fischbecker Neujahrslauf mit einer Neujahrsandacht rund um die Jahreslosung beendete, gab es das ebenso fast schon traditionelle Geburtstagsständchen für die blinde Bewohnerin Stefanie Lampe: Passend auch zum Motto der Veranstaltung sagen alle Wanderer und Walker für sie „Viel Glück auf all Deinen Wegen“.



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