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Schüler bei Aktion „Pimp Your Town!“ allerdings nicht so engagiert wie sonst

Es fehlt nicht an guten Ideen

HESSISCH OLDENDORF. An drei Tagen können die Schüler der Oberschule die notwendigen politischen Abläufe bis hin zur öffentlichen Ratssitzung kennenlernen. In Fraktions- und Ausschusssitzungen wird alles durchgespielt. Freitag dann der Höhepunkt: die fiktive Ratssitzung. Wie der Stadtrat versammeln sich die knapp einhundert Nachwuchspolitiker im Kultourismusforum.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 16:34 Uhr

Die Schüler stimmen in ihrer „Ratssitzung“ über einen Antrag ab. Foto: PJ

Autor:

PETER JAhN
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Ein Mammutprogramm mit über 40 Anträgen gilt es abzuarbeiten. Fraktionssprecher tragen die Anträge vor, es sollen Diskussion und Abstimmung folgen.

Es ist das dritte Mal, dass Stadtjugendpfleger Tarik Oenelcin zu „Pimp Your Town!“ einlädt. „Während im Vorjahr heiß über einzelne Anträge diskutiert wurde, verläuft es diesmal ziemlich träge“, wie er feststellt. Da nützt auch die Aufforderung von Dirk Adomat nichts. Der Landtagsabgeordnete betont, dass „interessante Anträge vorliegen, mir fehlt aber der Dampf und Schwung, um Positionen klarzumachen.“ Er wünscht: „Geht mutig ran, kämpft, um eure Anträge durchzubekommen.“

Enttäuscht ist Schulleiter Ottmar Framke. In seinem Schlusswort geht er darauf ein, dass die Veranstaltung 9000 Euro kostet, und: „Ich habe den Eindruck, dass manche das nicht wertschätzen – das muss gesagt werden. Schade!“ Einen viel besseren Eindruck haben die Politikpaten gewonnen. Sie sind nach einer Einführung in politische Abläufe durch das Team um Projektleiterin Katrin Appel vom Verein Politik zum Anfassen am ersten Tag, am zweiten Tag dabei. Da werden die Anträge besprochen und für die Ratssitzung formuliert.

Bei der Arbeit werden die Schüler von Hessisch Oldendorfer Kommunalpolitikern unterstützt und lernen während des dreitägigen Planspiels nicht nur handlungsorientiert und nachhaltig die Abläufe in der Kommunalpolitik kennen, sondern können ihre eigenen Ideen in die lokale Politik einbringen. An guten Ideen fehlt es nicht und auch die Begründungen sind schlüssig und dazu angetan, die Heimatstadt weiter voranzubringen.

Um eine kleine Auswahl zu zeigen: Ein Kletterpark wird gefordert. Als mögliche Standorte nennt die Gruppe den Münchhausen-Park in der Kernstadt oder den Wald am Hohenstein. Das Baxmannbad sollte vergrößert und noch interessanter gemacht werden, lautet eine andere Forderung. Sprungbretter und eine weitere Rutsche stehen dabei auf der Wunschliste. Damit es auch finanziert werden kann, wird vorgeschlagen, die Maßnahme Stück für Stück durchzuführen. Um mehr Freizeitangebote an der Weser geht es in weiteren positiv beschiedenen Anträgen. Tretbootfahren auf dem Fluss soll ermöglicht, Sitzgelegenheiten am Ufer geschaffen werden. Und noch etwas haben die jungen Leute auf dem Herzen, sie wünschen sich günstigere Busfahrkarten und eine bessere Anbindung der Dörfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Abgelehnt werden hingegen einen Touristik-Shop und ein 24-Stunden geöffnetes Geschäft, ebenso wie der Antrag, den Karneval wieder aufleben zu lassen.

Auch wenn insgesamt die Erwartungen bei dieser Veranstaltung diesmal nicht ganz erfüllt werden, für Tarik Oenelcin steht fest: Es wird wieder „Pimp Your Town!“ geben. Die Jugendlichen sollen erleben, wie spannend Demokratie sein kann.

Für Hessisch Oldendorfs stellvertretende Bürgermeisterin Waltraut Brümmer ist es wichtig, dass junge Menschen durch diese Aktion Spaß an Politik gewinnen und sich später selbst einbringen und mitgestalten wollen. „Wenn man auch in der richtigen Politik nicht in drei Tagen am Ziel ist.“



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