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Entwurf bietet Platz für 30 bis 45 Kinder / Ausschüsse stimmen Neubau geschlossen zu

Erste Pläne für neue Krippe

HESSISCH OLDENDORF. Die Planungen für eine neue Krippenanlage in der Kernstadt werden immer konkreter. Der Entwurf bietet Platz für 30 bis 45 Kinder. Auch die Ausschüsse stehen hinter dem Neubau, haben bereits geschlossen zugestimmt.

veröffentlicht am 11.01.2017 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 11.01.2017 um 18:28 Uhr

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Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Am Dienstagabend wurden die ersten Baupläne zunächst dem Ortsrat Hessisch Oldendorf, im Anschluss den Ausschüssen für Schule, Familie und Sport sowie für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagement vorgestellt.

Laut Bedarfsplanung fehlen der Stadt 22 Krippenplätze für unter Dreijährige im Kindergartenjahr 2016/2017, im Kindergartenjahr 2018/2019 25 Plätze. Grund sind unter andrem die gestiegenen Geburtenzahlen und der Zuzug von Migrantenfamilien. Nach der Entscheidung für ein Grundstück an der Goethestraße wurde das Architekturbüro Riemer und Niemeier aus Bad Münder mit der Entwurfsplanung beauftragt. Der erarbeitete Plan sieht eine Zwei-Gruppen-Anlage vor, die bei Bedarf um eine dritte Gruppe erweitert werden kann. Jede Gruppe umfasst 15 Kinder, sodass bei zwei Gruppen 30, bei drei Gruppen 45 Plätze geschaffen würden. „Im Moment haben wir aber nur Bedarf für zwei Gruppen, daher erhalten wir auch nur dafür Zuschüsse“, erklärt Bürgermeister Harald Krüger. Steige der Bedarf, könnten die vorgesehenen Räumlichkeiten für eine dritte Gruppe angebaut werden, ohne die Abläufe im vorhandenen Bereich zu stören.

Vorgesehen ist ein einstöckiger, L-förmiger Bau, der pro Gruppe einen Aufenthalts-, einen Schlafraum und Toiletten umfasst. Zudem soll jeweils eine sogenannte Schmutzschleuse gebaut werden, in der die Kinder von Straßen- auf Hausschuhe wechseln. Darüber hinaus sind unter anderem eine Küche, ein Speisesaal sowie ein Sonnenschutz gegen Überhitzung geplant. Außerdem sind die Räumlichkeiten, die von allen Kindern genutzt werden, bereits jetzt so konzipiert, dass eine dritte Gruppe diese problemlos mitbenutzen könnte. Der Speisesaal kann ebenfalls mit wenig Aufwand erweitert werden, um 15 zusätzlichen Kindern Platz zu bieten. Der Außenbereich wird mit 574 Quadratmetern die gesetzlichen Mindestvorgaben von 12 Quadratmetern pro Kind auch bei 45 Kindern einhalten. „Die Planung berücksichtigt die aktuellen rechtlichen und innerbetrieblichen Anforderungen an eine moderne Zweigruppen-Krippeneinrichtung“, heißt es von der Verwaltung. So stimmte auch das Kultusministerium, dem diese Planungen bereits vorgelegt wurden, dem Bau zu.

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 1,27 Millionen Euro, die größtenteils durch einen Kredit finanziert werden müssen. Dieser wurde aufgrund der Dringlichkeit der Maßnahme in den Nachtragungshaushalt 2016 mitaufgenommen. Der Zuschuss des Landkreises Hameln-Pyrmont liegt mit knapp 157 000 Euro allerdings unter der erwarteten Summe von 199 980 Euro.

Obwohl die Ausschüsse den Neubau einstimmig befürworteten, gab es sowohl dort als auch im Ortsrat Bedenken bezüglich der Verkehrs- und Parkplatzsituation. Zum einen wurden Befürchtungen laut, dass es in der Goethestraße aufgrund von Eltern, die ihre Kinder dort absetzen, zu Engpässen kommen könnte. Zum anderen würden die am Neubau vorgesehenen Parkplätze bei Weiten nicht ausreichen. Eltern würden beim Bringen und Abholen ihrer Kinder an der Straße parken und eventuell noch länger stehen bleiben, um Einkäufe im nahegelegenen Supermarkt zu erledigen.

Krüger ist sich dieser Tatsache bewusst: „Dass dort geparkt wird, wenn die Eltern es eilig haben, ist uns klar.“ Hierbei gebe es „nichts zu beschönigen“. Jedoch müsse man sich die Situation später in der Praxis ansehen, um dann gegebenfalls nachzubessern. Zudem werden die Angestellten nicht an der Krippe parken, sondern an der Henningstraße. Ortsbürgermeister Claus Clavey hingegen ist der Meinung, dass es Bauplätze mit einer besseren Parkplatzausstattung gegeben hätte. Doch „uns wurden leider im Vorfeld keine Standortalternativen mitgeteilt.“

Laut Plan soll die Krippe Ende 2017 fertiggestellt sein, sodass die Stadt mit einer Eröffnung Anfang 2018 rechnet.



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