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Zukunft der heimischen Rübenanbauer ungewiss

Erste Antworten – aber noch viele offene Fragen zum Zuckermarkt

Rohdental. „Es war einmal die Zuckermarktordnung“, sagt Dr. Stefan Brinker. Der Geschäftsführer des Verbands der Rübenanbauer im Lippe-Weser-Raum klingt dabei fast ein wenig wehmütig. Ab 2017 hat die Europäische Union den Zuckermarkt freigegeben und das bringt für die Rübenanbauer grundlegende Veränderungen. Bisher bilden die zentralen Elemente der Marktordnung, der Rübenmindestpreis und die Quotenreglung, eine Einkommensgarantie für den Landwirt.

veröffentlicht am 24.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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In der Versammlung für die Bereiche Hameln-Pyrmont, Schaumburg und bis nach Osnabrück lautet die Überschrift: Erste Antworten – offene Fragen. „Nun gilt es vorauszudenken, damit der Rübenanbau interessant und planbar bleibt“, ist sich Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Anbauverbandes mit rund einhundert Landwirten in Rohdental einig. Verhandlungen werden stattfinden zwischen den Anbauern, dem Verband und den Verantwortlichen von Pfeifer & Langen, Deutschlands drittgrößtem Zuckerproduzenten. Zu dessen Zuckerfabrik im lippischen Lage haben in der Kampagne 2013 knapp 800 Landwirte fast 600 000 Tonnen Rüben geliefert. Zu den Positionen, die für die Jahre ab 2017 verhandelt werden müssen, zählen die Vertragsmengen, die Vertragslaufzeiten, verschiedene Aspekte der Logistik und natürlich der Preis, den die Bauern für die Rüben erhalten sollen. Nach den Vorstellungen des Verbandes sollten die Laufzeiten der Verträge zwischen drei und fünf Jahren liegen, um den Betrieb darauf einstellen zu können, sagt Karl-Friedrich Meyer. Dr. Stefan Brinker vertritt zur Beruhigung der Landwirte die Meinung, dass „es dabei nicht ohne Mindestpreise gehen wird“.

Das Ende der Zuckermarktordnung bedeutet auch einen verstärkten Wettbewerb zwischen den Anbauregionen des Unternehmens Pfeifer & Langen. Das Unternehmen wird beliefert aus dem Bereich Hameln-Pyrmont bis in Regionen am Rhein. „Um sich künftig am Markt durchsetzen zu können, bedarf es unter anderem wettbewerbsfähiger Anbauregionen und Produktionsstandorte“, sagt der Geschäftsführer des Anbauerverbandes, Dr. Brinker. Und da räumt er der Zuckerfabrik in Lage und den Landwirten im Lippe-Weser-Raum gute Chancen ein.

Diese Einschätzung teilt Friedhelm Hüneke, Beiratsmitglied im Verband. „Auf eine durchschnittliche Marktleistung von 73,90 Tonnen und 3532,40 Euro je Hektar können wir stolz sein“, sagt er. Die Marktleistung stellt dar, wie viel Geld der Landwirt für einen Hektar Zuckerrüben erlöst, davon abzuziehen sind Pachtpreis und anfallende Produktions- und Erntekosten. Die Rübenanbauer haben im vergangenen Jahr für ihre Quotenrüben bei 16 Prozent Zuckergehalt 39,45 Euro netto je Tonne erhalten. Im Jahr 2012 waren es 43,50 Euro. Der Ertrag lag mit 77,5 Tonnen pro Hektar in der Kampagne 2012 deutlich über den 73,9 Tonnen bei der Ernte im vergangenen Jahr, führte Friedhelm Hüneke aus.



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