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Grundsteinlegung im Senioren- und Pflegeheim Poppelbaum etwas zu trocken ausgefallen

Erfahrene Maurer haben so ihre Bedenken …

Hessisch Oldendorf (pj). Wie sagte es einst Johann Wolfgang von Goethe: „Drei Dinge sind an einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohlgegründet, dass es vollkommen ausgeführt sei.“ Zwei dieser Forderungen seien bereits erfüllt, betont Wolfgang von Aulock bei der Grundsteinlegung für den Um- und Erweiterungsbau des Senioren- und Pflegezentrums Eberhard Poppelbaum. Der Vorsitzende des Trägervereins führte aus: „Wir können mit Fug und Recht sagen, dass der Fleck für den Erweiterungsbau sorgfältig bedacht und gewissenhaft ausgewählt wurde.“ Dass der Neubau wohl gegründet ist, davon konnten sich die zahlreichen Gäste bei der Grundsteinlegung überzeugen. Die Bodenplatte, so kann man sehen, ist sehr massiv ausgeführt. Dass die Betonteile so stark sind, hat seine Ursache im Bodengutachten, das sicherheitshalber eingeholt worden war.

veröffentlicht am 28.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Und dass der Bau auch im goethischen Sinne vollkommen ausgeführt wird, daran hegt Wolfgang von Aulock mit Blick auf die fleißigen Handwerker bei ihrer schweißtreibenden Arbeit keine Zweifel. Bis Februar / März kommenden Jahres soll der erste Bauabschnitt fertig sein, erklärt Architekt Michael Wunder. Der Fischbecker Planer führt aus, dass dann der alte Zwischentrakt abgerissen wird und gleich mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen wird. Wunder geht davon aus, dass „bei optimistischer Einschätzung bis Ende 2013“ der letzte Handwerker die Baustelle verlassen kann.

Die Entscheidung, den Zwischentrakt nicht gleich abzureißen, sondern so lange stehen zu lassen, bis der Westflügel, das Bettenhaus mit seinen Einzelzimmern, errichtet ist, fiel erst recht spät. Diese hat aber für die Bewohner des Altbestandes einen Vorteil, denn sie müssen nicht zwischenzeitlich umziehen, sondern können direkt in den Neubau einziehen.

Seit vielen Jahren wird über einen Umbau nachgedacht. Der inzwischen verstorbene Architekt Dieter Grabbe, ein Mitglied im Trägerverein, hatte 2006 Pläne für eine Erweiterung vorgelegt. Die Altenwohnungen, die das Altenheim 1986 von der Neuen Heimat kaufen konnte, wurden abgerissen. Es passierte lange nichts, bis ein neuer Vorstand des Trägervereins das Ruder herumriss, da bewusst wurde, „dass unsere Einrichtung ungeachtet einer unverändert sehr hohen Akzeptanz in der Bevölkerung über kurz oder lang nicht mehr den heutigen Ansprüchen an Wohn- und Lebensqualität entsprechen würde“, wie Wolfgang von Aulock erklärt.

Das 1970 erbaute Altenheim in der Hessisch Oldendorfer Schulstraße konnte bereits sieben Jahre später erstmals erweitert werden. Anfang der 90er Jahre folgte eine Teilsanierung des in die Jahre gekommenen Baus. Mit 4,5 Millionen Euro ist der große Um- und Erweiterungsbau, der im Frühjahr begonnen wurde, veranschlagt. Die derzeitigen Bewohner des Alten- und Seniorenzentrums freuen sich schon auf das Richtfest des ersten Bauabschnitts. Hermann Witte, ein früherer Hemeringer, Seppl Unzner, der früher in Barksen wohnte, und Heinz Hücker, früher in Zersen wohnhaft, und alle drei vor Jahrzehnten als Maurer aktiv, durften gestern die Kupferrolle mit Schrift- und Geldstücken einmauern. Für Schmunzeln sorgt Hermann Witte, der, in seinem Rollstuhl in praller Sonne sitzend, ein Glas Wasser verweigert. „Früher gab es dazu Bier“, bemerkt er. Als der Grundstein gelegt war und es auch keinen Schnaps geben sollte, warnt er, dass die Zukunft des Baus wohl nicht so gut ausfallen könnte, denn es sei „zu trocken und vergessen worden, was früher immer dazugehörte“. Seine beiden Kollegen stimmen kopfnickend zu.

Natürlich haben alle drei, später beim kleinen Imbiss, auch ein kühles Helles angeboten bekommen. Nicht nur für die früheren Bauarbeiter gibt es in den nächsten Tagen und Wochen viel zu sehen, denn auf der Baustelle wird rege Geschäftigkeit herrschen, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Wie Heimleiter Wilfried Völz hervorhebt, sind die meisten Aufträge in der Stadt geblieben.



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