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Kreisweite Befragung läuft bis Anfang September / Informationsveranstaltungen nach den Ferien

Eltern entscheiden, ob es eine IGS geben wird

Hessisch Oldendorf (bj). Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Bürgerliste und Linken gegen die Stimmen von CDU und FDP hat der Kreistag Ende März beschlossen, dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, am Schulstandort Hessisch Oldendorf eine Integrierte Gesamtschule einzurichten, und dem Antrag der SPD, dazu eine kreisweite Elternbefragung durchzuführen, zu entsprechen. Die Befragung der Eltern zum Schulstandort Hessisch Oldendorf steht bevor. Für einen Erfolg der Initiative „IGS für Hessisch Oldendorf“ ist nach Aussage von Reinhard von Aulock, Sprecher der Initiative, eine große Beteiligung an der Elternbefragung erforderlich. Hessisch Oldendorf habe nach Hameln das größte Schülereinzugsgebiet des Landkreises Hameln-Pyrmont, da gelte es, die Eltern zu mobilisieren.

veröffentlicht am 02.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:21 Uhr

Mütter und Kinder zeigen das Plakat, das für die Teilnahme an der Elternbefragung werben soll.
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„Wir müssen den Eltern in erster Linie klarmachen, dass sie ihre Stimme ihrem Kind geben müssen und nicht einer Partei“, sagt Andreas Kraus von der Elterninitiative „IGS für Hessisch Oldendorf“. Eines ist Reinhard von Aulock und dem Team sehr wichtig: „Bei der Abstimmung über den Schulstandort in Hessisch Oldendorf mit all seinen Ortsteilen ist die Politik raus: Es entscheiden allein die Eltern über die Zukunft ihrer Kinder, und die Politiker müssen diese Entscheidung umsetzen.“

Die Initiative ist bemüht, die Eltern im Stadtgebiet bestmöglich zu informieren. Dazu werden Plakate aufgehängt, Flyer und Anschreiben mit den dazugehörigen Übersetzungen in verschiedenen Sprachen verteilt. Damit wollen die IGS-Akteure sicherstellen, dass die Informationen nicht an Sprachschwierigkeiten scheitern. Die Termine für Informationsveranstaltungen werden mitgeteilt. Diese laufen bis Ende August. Zeit genug, sich genau zu informieren, denn die Fragebögen müssen erst Anfang September zurückgegeben werden.

Im Team um Reinhard von Aulock hat jeder seine Aufgaben, alles ist aufeinander abgestimmt. Das geht so weit, dass selbst zur Urlaubszeit Verantwortlichkeiten in Vertretung wahrgenommen werden. Die Initiatoren sind zuversichtlich, an das Interesse der Eltern im letzten Jahr anknüpfen zu können. „Jetzt gilt es, eine möglichst große Beteiligung an der Befragung nach den Sommerferien zu erreichen. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die IGS die beste Schule für das Stadtgebiet Hessisch Oldendorf ist“, betont Reinhard von Aulock. Um sich ausgewogen zu informieren, seien die Mitglieder der Initiative auch bei den Veranstaltungen gewesen, in denen für die Oberschule geworben wurde.

„Nach den Sommerferien werden von der Initiative eine Reihe von Informationsveranstaltungen angeboten, um zu vermeiden, dass sich Eltern aus Unwissenheit für die falsche Schule entscheiden“, sagt Andreas Kraus. Immer wieder höre man von Müttern und Vätern, die den Unterschied zwischen IGS und Oberschule nicht verstehen. Hinzu komme, dass die Situation in Hessisch Oldendorf anders sei als in Hameln. Dort gäbe es mehrere Schulen für Schüler ab der 5. Klasse. In Hessisch Oldendorf gibt es nur eine, die Oberschule, das gymnasiale Angebot könne nur mit der IGS garantiert werden.

Wer also verantwortungsvoll handeln wolle, sollte die angebotenen Informationsveranstaltungen besuchen, um sich dann bewusst für die eine oder die andere Schulform entscheiden zu können, erklärt Andreas Kraus. Reinhard von Aulock sagt deshalb: „Erst informieren, dann den Fragebogen ausfüllen.“ Den Auftakt bildet die Informationsveranstaltung des Landkreises über Oberschule und IGS. Landrat Rüdiger Butte eröffnet als Schirmherr die Veranstaltung am Montag, 22. August, um 19 Uhr in der Grünen Mensa in der Hessisch Oldendorfer Mühlenbachstraße.

In der Hemeringer Grundschule informiert am Donnerstag, 25. August, ab 19 Uhr die didaktische Leiterin der IGS Obernkirchen, Karoline Tietjen. Außerdem wird über die Oberschule informiert. Wer der Referent sein wird, steht indes noch nicht fest. Am Mittwoch, 31. August, stellen sich um 19 Uhr in der Grundschule Fischbeck zwei Schulleiter den Eltern. Otmar Framke aus Hessisch Oldendorf informiert über die Oberschule, Christoph Walther, Leiter der IGS Hannover-Linden, über die IGS.

Unabhängig von der Initiative wird auch politische Prominenz aus Hannover in Hessisch Oldendorf informieren. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Ina Korter, will Fragen besorgter Eltern am Dienstag, 23. August, ab 18.30 Uhr im Saal der Gaststätte „Pierrot“ in der Hessisch Oldendorfer Goe-thestraße beantworten.

Wird es am Schulzentrum in der Mühlenstraße, wo gerade ein Neubau hochgezogen wird, auch einen gymnasialen Zweig geben?

Foto: ah



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