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Konzept von Karl-Otto Schultz geht auf: Projekt angeschoben und junge Leute machen lassen

„Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“

Fischbeck. „Ich finde es total gut, dass meine Tochter bei den Pfadfindern ist, sie freut sich schon immer auf die Gruppenstunden am Donnerstag“, sagt Sandra Kühn im Brustton der Überzeugung. „Da lernt Jette Sozialverhalten, erfährt viel über andere Länder und Kulturen, die Natur und nimmt an Pfadfinderlagern teil“, fährt sie fort. Sie sei so begeistert von dem, was ihrer elfjährigen Tochter und den anderen Mädchen und Jungen des Stamms Helmburgis Fischbeck geboten und vermittelt werde, „dass ich richtig Werbung mache und versuche, neue Mitglieder zu gewinnen“, erzählt sie.

veröffentlicht am 16.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:21 Uhr

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„Das Wesentliche bei den Pfadfindern ist, dass die Kinder in eine Gemeinschaft reinwachsen, in der sie frühzeitig lernen, Verantwortung zu übernehmen“, sagt die Mutter von Paulina. Sie muss es wissen, denn ihre Tochter Paulina Tewes ist momentan die Stammesführung der Fischbecker Pfadfindergruppe. „Paulina konnte es kaum erwarten einzutreten, sie wollte es unbedingt ihrem großen Bruder nachmachen“, lacht sie. Als Mitglied der Meute hat die damals Siebenjährige ihre ersten Erfahrungen gesammelt, war dann Mitglied der Sippe und führt seit Januar gemeinsam mit Kira Rehberger und Martina Grohowski den Stamm Helmburgis Fischbeck.

„Einmal Pfadfinder immer Pfadfinder“, ist sich der ehemalige Pfadfinder Wolfgang Linde nicht nur mit Karl-Otto Schultz einig. Der Fischbecker hat vor nunmehr 20 Jahren den Stamm Helmburgis Fischbeck gegründet und ist nach eigenen Worten „schon ein bisschen stolz darauf, dass das Konzept aufgegangen ist“. Denn schließlich habe er gemeinsam mit seiner Frau „das Ganze nur angeschoben und dann alles Weitere den jungen Leuten überlassen“, fährt Karl-Otto Schultz fort. Und das entspricht der Idee des britischen Generals Richard Baden-Powell, der die Pfadfinderbewegung im Jahr 1907 gründete. Ihm ging es dabei um eine Jugendarbeit von Jugendlichen für Jugendliche, die nicht militärisch geprägt sein sollte. Vielmehr sollten die jungen Menschen an die Natur herangeführt und durch die frühzeitige Übernahme von Verantwortung und die Erziehung zu Selbstständigkeit sollte zur Entwicklung der Persönlichkeit beigetragen werden.

Welchen Stellenwert diese Zielsetzung heute hat, macht auch Harald Krüger deutlich. Hessisch Oldendorfs Bürgermeister zollt den Pfadfindern Respekt, indem er erklärt: „Eure Bereitschaft, die Verantwortung für das eigene Handeln und das Handeln für die Gemeinschaft zu übernehmen, ist vorbildlich. Bei euch Pfadfindern werden Werte vermittelt, die einen Gewinn für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft bedeuten.“

Dass ihnen die Gemeinschaft auch außerhalb des Stammeslebens wichtig ist, betont Paulina Tewes bei der Begrüßung der Gäste, die zur Feier des 20. Geburtstags auf die Wiese an der Nordstraße gekommen sind. „Wir beteiligen uns mit Aktionen am Weihnachtszauber, beim Maibaum aufstellen und am Ferienpass“, sagt die Stammesführung, um sich abschließend bei den Eltern, allen Helfern und Sponsoren zu bedanken. „Denn ohne sie alle könnten wir nicht ein so aktives Stammesleben haben und so viele Aktionen durchführen“, erklärt die Stammesführerin.



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