weather-image
14°

Landkreis lässt Sozialraum AG hängen

Eine vertane Chance?

Hessisch Oldendorf (ah). „Wollen wir als Sozialraum-AG weitermachen?“, fragte Anke Franke bei der letzten Sitzung mit Blick in die kleine Runde. An ihr, der Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft, bleibe vorerst die Organisation hängen, da der Landkreis die entsprechende Personalstelle gekürzt habe. „Damit lässt uns der Landkreis im Regen stehen“, bemängelt sie; er würde lediglich weiterhin die Einladungen verschicken. In der konstituierenden Sitzung 2002 hatte der Landkreis Geschäfts- und Protokollführung der Arbeitsgemeinschaft übernommen.

veröffentlicht am 02.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Kennenlernen, Austausch und Koordination von Veranstaltungen, sprich: Vernetzen ist laut Franke die große Chance der Sozialraum-AG. Dort stellten zuletzt Jugendliche der Initiative für Kinder „Augen auf!“ und Migrationsberater Mustafa Boztüy, Mitarbeiter beim Bamf-Projekt „HOKids überall dabei“, ihre Arbeit vor. Solch einen Austausch nennt Thomas Schirrmacher vom Zentrum Beratung und Erziehung im Landkreis einen „Gewinn“.

Dennoch erhebt Klaus-Dieter Leupold, Leiter des Fachbereichs Schule, Jugend, Sport und Kindergärten, die Frage nach der Effektivität der Sozialraum-AG. Laut Rahmenvereinbarung von 2002 sind ihre Aufgaben: Benennung lokaler Bedürfnisse, Verknüpfung und Abstimmung von Projekten, Angeboten, Diskussion aktueller Fachfragen, Austausch mit dem Landkreis. Und sie soll ein Forum für Bedürfnisse und Anliegen der Adressaten der Jugendhilfe bieten.

„Kontinuität ist in der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft nicht zu erkennen, ständig wechselt die Zusammensetzung“, kritisiert Leupold.

Dabei beweise der Ferienpass, dass es möglich ist, viele Vertreter der Vereine, soziale Einrichtungen und die Stadt an einen Tisch zu holen, betont Wolfgang Köbele. Laut Leupold fehlt eine klare Struktur, wird ineffektiv gearbeitet. Das liege auch daran, dass der Landkreis seit dem Start der Sozialraum-AG vier verschiedene Ansprechpartner abgeordnet habe, gibt Anke Franke zurück. „Das hier ist eine vertane Chance“, betont Leupold. Am 24. März 2011 sind Vertreter aller Adressaten der Jugendhilfe um 18 Uhr aufgerufen, die Sozialraum-AG durch Präsenz zu beleben, um diese Chance nicht ungenutzt zu lassen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt