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Hessisch Oldendorfer und Granseer schließen vor 25 Jahren Vertrag

Eine Partnerschaft auf Augenhöhe

HESSISCH OLDENDORF/GRANSEE. „Es ist derzeit eine eher ruhige Partnerschaft“, beschreibt Harald Krüger die Situation. Es beginnt eher unspektakulär vor 25 Jahren, damals unterzeichnen Bürgermeister Walter Stock und Stadtdirektor Dirk Hattendorff den Partnerschaftsvertrag zwischen der Weserstadt und der Stadt im Landkreis Oberhavel. Die innerdeutsche Grenze ist gefallen, die Hessisch Oldendorfer helfen, die Verwaltung in der brandenburgischen Stadt aufzubauen.

veröffentlicht am 28.09.2018 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 28.09.2018 um 21:00 Uhr

Die Hessisch Oldendorfer sind nicht mit leeren Händen in die Partnerstadt Gransee gekommen. Sie haben einen Ginkgobaum mitgebracht, als „Symbol unserer Freundschaft“, erklärt Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harals Krüger. Foto: Stephanie Wagener

Autor:

PETER JAHN
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Und so beginnt es: Der Landkreis Hameln-Pyrmont will Partnerschaften mit Städten und Gemeinden in Brandenburg knüpfen, tritt aber auf der Stelle. Hessisch Oldendorfer Politiker machen sich deshalb auf den Weg und sehen sich Gemeinden an. „Das Passende war nicht dabei“, erklärt Fritz Holstein. Er hat aber eine besondere Verbindung ins rund 30 Kilometer von Gransee gelegene Templin. „Ich habe dort als junger Mann die Forstschule besucht“, erzählt er. Holstein, vor 25 Jahren Vorsitzender der AG 60-plus, schreibt umgehend SPD-Ortsvereine in der Umgegend von Templin an und erhält einen langen Brief von Peter Gogol aus Gransee, der Interesse an partnerschaftlichen Beziehungen bekundet. Es folgen gegenseitige Besuche von Politikern in beiden Städten, der Grundstein zur Partnerschaft ist gelegt.

Dann geht es schnell. Am 30. September 1993 unterschreiben Vertreter beider Städte den Partnerschaftsvertrag. Inzwischen sind 25 Jahre vergangen, aus Anlass des silbernen Jubiläums treffen sich Vertreter aus beiden Städten zu einer Feierstunde in der Hospitalkapelle in Gransee. Mit dabei ist auch der inzwischen 97-jährige Fritz Holstein, seit vielen Jahren Ehrenbürger seiner ansehnlichen Stadt. Dort hat sich im vergangenen Vierteljahrhundert viel getan, der Aufbau ist geglückt.

„Deutsch-deutsche Partnerschaften sind auch immer ein Blick in die Geschichte eines ehemals geteilten Landes, wobei der Wohlhabende dem weniger Wohlhabenden abgibt und ihm hilft“, betont Gransees Bürgermeister Mario Gruschinske. „ Aber auf Augenhöhe“, ergänzt Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger bei der Jubiläumsfeier. Peter Gogol, vor 25 Jahren Mitarbeiter der Verwaltung, beschreibt die Situation von damals so: „Wenn wir die Hilfe aus Hessisch Oldendorf nicht gehabt hätten, wären wir in große Schwierigkeiten geraten.“ Detlef Zitzmann erinnert sich, wie er mit dem Hessisch Oldendorfer Kämmerer und späteren Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann bis spät in die Nacht den ersten Gemeindehaushalt aufgestellt habe. Und er stellt erfreut fest: Dass Gransee als 13. Stadt in die Städtebauförderung des Landes Brandenburg aufgenommen worden sei, habe die Stadt dem damaligen Hessisch Oldendorfer Bauamtsleiter, Carsten Hettwer, zu verdanken. Dieser habe ihn angerufen und ihm erklärt, wie er vorgehen müsse. „Das heutige historische Stadtbild haben wir Hessisch Oldendorf zu verdanken“, sagt Zitzmann bei der Jubiläumsfeier.

„Alle zwei Wochen gab es Beratungsgespräche zwischen West und Ost. Und nun?“ Fritz Holstein appelliert an beide Bürgermeister, die Partnerschaft wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Gruschinske und Krüger reagieren und richten den Blick in die Zukunft. Gransees Stadtoberhaupt nennt Kultur und Tourismus, speziell den Radtourismus, die Vereine, die die Partnerschaften wieder in Schwung bringen können. Krüger nennt das Musikcorps der Stadt Hessisch Oldendorf, das sich an Pfingsten 2019 zu seinem 50. Bestehen zu einer Konzertreise nach Gransee aufmachen wird.

Die Hessisch Oldendorfer sind nicht mit leeren Händen in die Partnerstadt gekommen. Sie haben einen Ginkgobaum mitgebracht, als „Symbol unserer Freundschaft, die wir mit dem Herzen leben wollen“, wie Krüger ausführt. Für ein Schild, das die Granseer Freunde an die Hessisch Oldendorfer überreichen, will Hessisch Oldendorfs Bürgermeister einen Platz in seiner Stadt finden.



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