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Rumbecker Ehepaar überreicht 50 000 Euro an Bürgerstiftung Weserbergland

Eine Idee, die Gold wert ist

HESSISCH OLDENDORF. Das Ehepaar Dirk Bartling und Alois Schräder-Bartling wollten etwas Gutes tun. Zum Beispiel eine Stiftung unterstützen. Das taten sie dann auch - 50.000 Euro überreichten sie dafür der Bürgerstiftung Weserbergland. Allerdings nicht zur Gänze in Scheinen, sondern in Gold.

veröffentlicht am 15.12.2017 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 15.12.2017 um 19:50 Uhr

Kleiner Barren, viel Wert: Ein doppelt so schwerer Goldbarren liegt jetzt im Tresor der Sparkasse. Foto: dpa
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Annette Hensel Reporterin
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Eine Stiftungsidee, die Gold wert ist, haben Dirk Bartling und Alois Schräder-Bartling im Büro des Bürgermeisters mit ihrer Unterschrift und einem strahlenden Lächeln besiegelt. Im Oktober haben sich die in Rumbeck lebenden Männer das Jawort gegeben – eine bedeutsame Entscheidung, der sie eine weitere folgen ließen: Um etwas von ihrem modernen Lebensglück weiterzugeben, beschlossen sie mithilfe von Geld etwas nachhaltig Gutes zu tun.

Dabei sah das Paar die Form einer Zustiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Weserbergland als geeignete Lösung an und überwies umgehend 15 000 Euro, um seine Entschlossenheit zu bekräftigen.

Zum Treffen im Rathaus mit Bürgermeister Harald Krüger, der auch Stiftungsrat-Mitglied ist, und Bernhard Kruppki, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, bringen Alois Schräder-Bartling und Dirk Bartling weitere 35 000 Euro mit – allerdings nicht als Scheck und nicht in Scheinen. Leichten Herzens überreichen sie die Summe in laut Kruppki „schwer wiegender“ materieller Form, nämlich als Goldbarren. Genau ein Kilogramm wiegt das selten zu Gesicht zu bekommende Metall. Es fühlt sich kalt an, glatt, ist glänzend, gewichtig, nicht allzu groß, doch dafür ganz schön wertvoll. Der Goldbarren hat eine besondere Geschichte, die er allerdings in seinem goldenen Herzen bewahren möchte....

Dirk Bartling (vorne links) und Alois Schräder-Bartling (vorne rechts) überreichten den Goldbarren an Bernhard Kruppki (hinten rechts) und Bürgermeister Harald Krüger. Foto: ah
  • Dirk Bartling (vorne links) und Alois Schräder-Bartling (vorne rechts) überreichten den Goldbarren an Bernhard Kruppki (hinten rechts) und Bürgermeister Harald Krüger. Foto: ah

„Die famose Stiftungsidee, die dahinter steckt, ist wirklich Gold wert: Der Zinsertrag soll in regelmäßigen Abständen dem Hospizverein Rinteln zugutekommen“, betont Kruppki und fährt fort: „Zwei Menschen, die als Seminarhaus-Leiter und BHW-Mitarbeiter mitten im Leben stehen, wollen auf diese Weise jenen helfen, die auf ihrem letzten Weg einfühlsam von einem Hospizverein umsorgt werden müssen – das ist doch eine wunderbare Geschichte zum bevorstehenden dritten Advent.“

Für Geschäftsführer Kruppki ist solch eine Zustiftung für einen guten Zweck „die nachhaltigste und würdevollste Form seinem Namen und dem seiner Familie buchstäblich Ehre zu machen.“

Bewegt zeigt sich auch Bürgermeister Harald Krüger von der Stiftungsidee: „50 000 Euro sind wertvoll – und Sie wollen damit noch Wertvolleres tun“, hebt er hervor und ergänzt: „Ihr Geld trägt jetzt Zinsen der Emotion, die in unserer Zeit unerreichbar sind, denn sie kommen von Herzen – von zwei Menschen, die sich selbst ins Herz geschlossen haben.“

In einem seiner Lieblingsbücher, einer Art Tagebuch, hat Alois Schräder-Bartling unter dem 15. Dezember, dem gestrigen Datum, folgenden passenden Eintrag entdeckt: „Ein Same muss in die Erde gelegt werden, bevor er wachsen kann....“

Ein schönes Bild für das, was dank des Rumbecker Ehepaares in Zukunft gedeihen kann. Der Goldbarren liegt jetzt übrigens sicher im Tresor der Sparkasse Hameln-Weserbergland. Jährlich wird Kruppki mit den beiden Rumbeckern zu einem Gespräch zusammenkommen, Ausschüttungen erfolgen dann je nach Absprache.

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