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Freie evangelische Gemeinde zieht in frühere Getränkequelle – und hinterlässt Lücke in der Innenstadt

Eine halbe Million Euro für das neue Zuhause

Hessisch Oldendorf (doro). Wenn alles gutgeht, hat die Freie evangelische Gemeinde (FeG) im Oktober ein neues Zuhause. „Ich will realistisch sein“, schränkt Gemeindeleiter Wolfgang Köbele ein, „wir hätten riesigen Grund zur Freude, wenn wir den Weihnachtsgottesdienst hier am Steinbrinksweg durchführen können“.

veröffentlicht am 09.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Rund 280 000 Euro investiert die Gemeinde in die 650 Quadratmeter große Halle und die Außenanlagen der alten Getränkequelle am Steinbrinksweg 10, um geeignete Räumlichkeiten zu schaffen, die Restsumme ist der Kaufpreis. Dem alten Domizil in der Langen Straße 87 sei man schon seit längerem entwachsen, bei den Zusammenkünften ist es eng, zusammenhängende Sitzplätze nur selten zu finden. „Zu den Gottesdiensten kommen durchschnittlich 75 Besucher, inklusive Kindern“, sagt Wolfgang Köbele. Bereits seit Herbst 2010 schauten die Mitglieder sich deshalb nach einem geeigneten Objekt um, doch die Suche erwies sich als schwierig, „entweder war die Bausubstanz der Gebäude zu schlecht oder sie waren zu teuer“. Anfang 2011 sei dann wiederholt der Gedanke aufgekommen, die alte Getränkequelle zu kaufen. Ein Jahr später übergab der Inhaber der Firma Ossenkopp die Halle, die er ursprünglich nur vermieten wollte, an die Freie evangelische Gemeinde.

Seit Mitte April arbeiten die Mitglieder nun jeden Samstag und zum Teil auch wochentags, damit das Bauprojekt voranschreitet. Auch die Jugendlichen sind sehr engagiert, „letzten Samstag bestanden sie sogar darauf, morgens um 7 Uhr anzufangen“, so Köbele. Gemeinsam mit der Landschafts- und Gartenbau Hamfler kümmern sie sich um die Außenanlagen. Insgesamt werden 2600 Quadratmeter Gipsplatten für Wände aufgestellt, die Außenwände gedämmt und die Decke abgehängt. Die lange Ostseitenwand mit den Lichtplatten wird durch neue Plattenelemente ersetzt, in die neue große Fenster und große Türen eingesetzt werden. Die herausgenommenen werden an anderen Stellen wiederverwendet. Nicht verwendbare Materialien sollen weiterverkauft werden. Im Inneren entstehen neben dem Gottesdienstraum sechs Gruppenräume, ein Mutter-Kind-Raum, das Gemeindebüro und eine Bücherecke. Ein Bauteam, angeführt von Gemeindeleiter Hans Hamfler, kümmert sich um die Planung der Räumlichkeiten, das Architektenbüro Steding aus Welsede sorgt für den Feinschliff. Geheizt werden soll mit einer Fußbodenheizung.

Das 5600 Quadratmeter große Außengelände soll so hergerichtet werden, dass Kinder und Jugendliche dort Basketball, Fußball oder Tischtennis spielen können. Parkplätze sind mehr als genug vorhanden, zumal die Gemeinde auch das Gelände der Firma Ossenkopp nutzen dürfe.

Finanziert wird der Umbau durch freiwillige Spenden und zur Verfügung gestellte zinslose Darlehen, hauptsächlich durch einen Kredit bei der SKB Spar- und Kreditbank des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden, davon wiederum ein Teil von der KfW-Bank. Ein anderer gewichtiger Teil sei die ehrenamtliche Arbeit, die durch den Freundeskreis und andere Freiwillige geleistet werde.

Die FeG wurde im März 2005 gegründet und 2007 in den Bund der Freien evangelischen Gemeinden aufgenommen. Im gleichen Jahr weihte man die erweiterten Kinder- und Jugendräumlichkeiten ein.

Ob die Lücke, die die FeG in der Innenstadt hinterlässt, geschlossen werden kann, ist noch nicht geklärt. Wie der Eigentümer erklärt, gibt es bisher noch keinen Nachmieter für die Räumlichkeiten, in dem einst das Traditions-Geschäft Ladendorf beheimatet war, das inzwischen ebenfalls am Steinbrinksweg zu finden ist. Nach dem Umzug wurden die Räume an einen Mieter im Haus verkauft. „Wenn sich kein Nachmieter finden sollte, können wir weiterhin die Schaufenster gestalten, damit die Front attraktiver aussieht“, sagt Wolfgang Köbele.

Mit viel Engagement helfen Ole Nickeleit und Daniel Engelhardt (v. l.) von der Freien evangelischen Gemeinde, die Außenanlagen zu gestalten.

Fotos: pr

Die Freie evangelische Gemeinde zieht in die ehemalige Getränke-Quelle am Steinbrinksweg 10. In den Umbau werden rund eine halbe Million Euro investiert.



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