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Seniorenbüro mit Familienservicebüro verbunden / Fünf Stunden für die Anliegen der Älteren

Eine Anlaufstelle für alle Altersgruppen

Hessisch Oldendorf (pj). Am Familienfest im Mai war erstmals auch der Seniorenbeirat beteiligt. Das Programm wurde mitgestaltet, ein Mitglied des Seniorenbeirates, Günter Runne, begeisterte mit seinen Zaubertricks. Auch an weiteren Veranstaltungen wird sich der Seniorenbeirat beteiligen, wie die Mitglieder versichern, denn die Senioren sind seit einigen Wochen ins Familienservicebüro integriert, haben im Rathaus eine Anlaufstelle.

veröffentlicht am 24.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

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Lange hat der Seniorenbeirat mit Fritz Holstein an der Spitze auf die Einrichtung eines Seniorenbüros hingearbeitet. Auf Beschluss des Hessisch Oldendorfer Stadtrates wurden fünf Stunden wöchentlich für Seniorenarbeit im Familien- und Kinderservicebüro angedockt. „Hier ist von den Kindern bis zu den Senioren nun jede Altersgruppe vertreten“, freut sich Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger.

Das Stadtoberhaupt betont, dass es mit der Einrichtung des Seniorenbüros darum, gehe, verlässliche Strukturen aufzubauen, damit ältere Menschen wissen, wo sie Hilfe finden.

Die pädagogische Leitung des Seniorenbüros hat Stephanie Wagener übernommen. Petra Neujahr kümmert sich um Verwaltungsaufgaben, führt Stephanie Wagener in ihrem Sachstandsbericht aus. Sie beschreibt das Aufgabenfeld des Seniorenbüros so: „Wir sind Anlaufstelle für hilfesuchende Senioren und Angehörige und vermitteln Ansprechpartner.“

Um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit von Senioren zu unterstützen, soll ein Netzwerk aufgebaut werden. Duo-Seniorenbegleiter zählen dazu. Ein Qualifizierungskurs wird in Kürze beginnen. Eine unverbindliche Informationsveranstaltung wird am Dienstag, 4. September, ab 10 Uhr im Senioren- und Pflegezentrum Poppelbaum in der Schulstraße 24 angeboten. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. Der kostenfreie Kurs wird vom Seniorenservicebüro Hameln-Pyrmont und dem LEB-Beratungsbüro Weserbergland in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro der Stadt Hessisch Oldendorf angeboten. Ziel ist es, sich für die Betreuung älterer Menschen zu qualifizieren. Bei den Duo-Seniorenbegleitern gehe es in der Flächengemeinde „um einfache Hilfe für einige Stunden, nicht etwa um die Betreuung Demenzkranker“, sagt Stephanie Wagener. In einer Flächengemeinde wie Hessisch Oldendorf sei ein solches soziales Angebot wichtig und so zu verstehen, dass zum Beispiel beim Einkaufen Hilfe angeboten oder auch vorgelesen wird. Um verlässlich Arbeiten zu können, sei es notwendig, dass die Seniorenbegleiter in Kontakt stehen, um sich auszutauschen, wo welche Hilfe benötigt wird.

Eine Förderung für das Seniorenbüro gibt es nicht. Es ist eine freiwillige Leistung der Stadt. Zunächst wurden zur Finanzierung die durch den späteren Eröffnungstermin der Krippe Hessisch Oldendorf eingesparten Personal- und Sachkosten eingesetzt. Wie das Büro weiter finanziell ausgestattet wird, ist eine Entscheidung, die von den Politikern bei den Haushaltsberatungen getroffen werden muss.

In der Sitzung des Seniorenbeirates im Senioren- und Pflegeheim Ramsauers Mühle gab Stephanie Wagener einen Sachstandsbericht über die bisherige Arbeit und ging auf geplante Vorhaben ein. Als feststand, dass sie das Seniorenbüro betreuen wird, holte sich Stephanie Wagener Informationen zu ihrem neuen Tätigkeitsbereich bei den Mitarbeitern des Hamelner Seniorenservicebüros.

Was die künftigen Vorhaben des Seniorenbüros in Hessisch Oldendorf betrifft, so soll bis zum Frühjahr nächsten Jahres eine Informationsbroschüre zusammengestellt werden, die Auskunft gibt über Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und über Leistungen für Senioren sowie den Gesundheitsbereich. Es sei auch in Planung, bereits im November einen Kurs „Sicher mit dem Rollator“ anzubieten. Stephanie Wagener verwies darauf, dass ein solcher Kurs in Hameln bereits mit Erfolg gelaufen ist. „Es ist wichtig, dass ältere oder sozial schwache Menschen mit ihren Sorgen zur Stadt gehen können und nicht mehr in jedem Fall nach Hameln fahren müssen“, erklärte Fritz Holstein, als der Seniorenbeirat darum kämpfte, eine Anlaufstelle im Rathaus einzurichten. Fünf Wochenstunden haben Stephanie Wagener und Petra Neujahr Zeit, sich mit den Anliegen der Senioren zu beschäftigen.

Mitglieder des Seniorenbeirates sind der Meinung, dass in dieser Zeit sicher keine Wunder vollbracht werden können und dass fünf Stunden angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Zahl der Senioren doch recht wenig seien, sie sind „aber froh, dass ein Anfang gemacht ist“.



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