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Christian Rösemeier will mit seinem Energiebüro ins Guinnessbuch

Ein Weltrekord liegt in der Luft

Hessisch Oldendorf. Christian Rösemeier will einen Weltrekord aufstellen. Was er vor hat? Er möchte Europas größten Kleiderschrank einem Test unterziehen. Und für den braucht es vor allem eines: ganz viel Luft.

veröffentlicht am 08.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Sandra Walschek
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Die Fakten zum Weltrekord-Objekt: Das Gebäude – ein neues Logistikzentrum eines namhaften Online-Versandhändlers in Erfurt – ist 192 mal 528 Meter groß, im Mittel etwa 13,50 Meter hoch und besitzt eine Grundfläche von 101 400 Quadratmetern sowie ein Volumen von 1,347 Millionen Kubikmetern. Zum Vergleich: Der Eiffelturm in Paris ist nur schlappe 324 Meter hoch.

Was das mit einem Weltrekordversuch zu tun hat? Ganz einfach: Rösemeier, Geschäftsführer des Energiebüros q50 aus Hessisch Oldendorf, will das Logistikzentrum einem sogenannten Blower-Door-Test unterziehen. Mit diesem Verfahren wird gemessen, wie luftdicht ein Gebäude ist. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren. Dies ist nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels und steigenden Energiekosten wichtig. Fehler in der Hülle können aber auch zu schwerwiegenden Bauschäden führen.

Für den Test werden besondere Ventilatoren in den Außentüren des Gebäudes eingebaut. Je nach Größe des zu messenden Gebäudes variiert deren Anzahl. Dann werden alle Öffnungen geschlossen, die nach außen führen. Alle innen liegenden Türen werden geöffnet. Mit einem speziellen Messsystem wird nun Luft aus dem Gebäude gezogen, wodurch ein nicht wahrnehmbarer Unterdruck im Gebäude entsteht. Weist die Außenhülle des Gebäudes undichte Stellen auf, strömt durch diese die Außenluft ins Gebäudeinnere. Umso mehr Luft durch die Ventilatoren nach außen gezogen werden muss, desto undichter ist das Gebäude.

„Mit diesem Luftdichtheitstest wollen wir ins Guinnessbuch der Rekorde“, sagt Rösemeier. Gemeinsam mit seinem Team und mehr als 30 Gebläsen im Gepäck reist er am Sonntag, 14. April, nach Erfurt. Der reine Test dauert etwa zehn bis zwölf Stunden. Parallel dazu wird ein Trockenbauservice unter der Leitung des Hessisch Oldendorfer Energiebüros das Gebäude in den Messzustand bringen.

Zur Unterstützung der kleineren Gebläse kommt das größte Messgebläse Deutschlands mit einem 40 PS-starken Benzinmotor zum Einsatz. Dieser sorgt für einen Volumenstrom von über 130 000 Kubikmetern pro Stunde, Rösemeier ließ ihn extra aus Übersee importiert. Der Gesamtvolumenstrom aller Gebläse für die Messung beträgt insgesamt 400 000 Kubikmeter pro Stunde. Bereits zwei Mal war das Messungsteam in Erfurt vor Ort, um erste Vorbereitungen zu treffen.

Rösemeier und seine Mitarbeiter kennen sich mit dem Verfahren übrigens aus: Sie testeten auch schon das Kaufland-Logistik-Center in Bad Nenndorf. Das Gebäude besitzt ein Luftvolumen von etwa 750 000 Kubikmetern.

Wenn am 14. April das 40 PS-starke Gebläse im neuen Logistikzentrum in Erfurt Fahrt aufnimmt, halten Rösemeier und sein Team sicher die Luft an. Die Ergebnisse landen nur wenig später bei Guinness World Records in London.



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