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Tourismus mit Überblick: Ein qualitativ hochwertiger Weg soll unübersichtliches Wandernetz ersetzen

Ein Wanderweg mit Leuchtturmfunktion

Hessisch Oldendorf (doro). „Glückwunsch zu den gemeinsam mit Rinteln gestalteten Wanderwegen. Info und Ausschilderung entsprechen endlich dem Niveau anderer Bundesländer. Weiter so – vielleicht auch mit etwas längeren Wegen!” Solche und ähnliche Reaktionen kommen öfter bei der Stadt Hessisch Oldendorf an, seit man sich in Kooperation mit der Stadt Rinteln dem Thema Wandern widmet.

veröffentlicht am 29.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 02:21 Uhr

Zum Weserbergland-Wanderweg gehört auch die Katzennase-Route (Wa
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„Ziel ist es, mit dem Weserberglandweg ein touristisch ebenso attraktives Angebot wie den Weserradweg zu schaffen”, sagt Tourismusexperte Matthias Gräbner. Statt eines unübersichtliches Wandernetzes mit vielen kleinen Wegen, will man sich bei der „Qualitätsoffensive für das Wandern“ lieber auf einen Weg mit Leuchtturmfunktion konzentrieren und so auch überregional punkten.

Unbestritten ist, dass das Weserbergland aufgrund des Bekanntheitsgrades (Bergland – Weser – Kultur) sowie der Lage eine hohe Eignung als Wanderregion hat. Um dieses Potenzial zu erschließen und im Wettbewerb zu bestehen, sei es jedoch notwendig, hohe Qualitätsstandards bezüglich der Infrastruktur und des gemeinsamen Marketings zu setzen.

Mit der Schaffung eines hochwertigen regionalen Wandernetzes hat man nun die Basis geschaffen, um sich zu positionieren. Dazu gehören 26 vom Forstamt Hessisch Oldendorf umgestaltete Wanderparkplätze mit neuen Infotafeln, die einheitliche Ausschilderung von Rundwanderungen auf dem rund 200 Kilometern umfassenden Wegenetz und die neue Karte „Wandertipps – Westliches Weserbergland”, die unter der Federführung von Matthias Gräbner entstanden ist.

Auf der Karte „Wandertipps – Westliches Weserberglan
  • Auf der Karte „Wandertipps – Westliches Weserbergland” sind die Routen übersichtlich eingezeichnet.
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Den verschiedenen Wanderrouten ist neben Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten sogar ein Höhenprofil beigefügt. Besonders hervorgehoben werden neben dem Weserberglandweg der Pilgerweg Loccum – Volkenroda und DSV-Nordic-Walking Strecken. Entdeckertipps wie die Schillat-Höhle oder das Steinzeichen Steinbergen sowie Erklärungen zu Wanderparkplätzen, Starttafeln und Streckenmarkierungen runden die Informationen auf der Faltkarte ab. Auf der Karte selbst (Rückseite) sind die verschiedenen Wanderrouten übersichtlich eingezeichnet.

Das Projekt, das eingebettet ist in die Initiative des Weserbergland Tourismus zur Entwicklung der Wanderregion, ist modellhaft: Die für Rinteln und Hessisch Oldendorf entwickelten Infotafeln und Markierungzeichen sollen zukünftig auch an anderen Stellen im Weserbergland umgesetzt werden (zur Zeit Realisierung im Solling), und auch im westlichen Weserbergland (Auetal, Aerzen, Hameln) sollen die Wanderwege nach diesen Vorgaben beschildert werden.

Das Projekt wird als ein Musterbeispiel an Zusammenarbeit der beiden Städte, der Landesforsten, Heimatgemeinden, Gastronomen, dem Leader-Regionalmanagement und dem Weserbergland-Tourismus gelobt. Und ohne das hohe bürgerschaftliche Engagement wäre einiges sicherlich nicht so unkompliziert vonstattengegangen: So haben sich bei der Markierung der Wanderwege die örtlichen Heimatvereine und viele Einzelpersonen aktiv beteiligt. Damit das Projekt langfristig funktioniert, wurden für jeden Weg ehrenamtliche Paten gefunden, die die Strecken regelmäßig abgehen und auf ihren Zustand überprüfen werden.

Finanziert wurde das Projekt zur Hälfte mit Mitteln aus dem Leader-Förderprogramm für den ländlichen Raum, die Kommunen haben die Kofinanzierung sichergestellt.

Die nächste Stufe auf der touristischen Vermarktungsleiter wird die Zertifizierung des Weserberglandweges nach Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes sein, an der der Weserbergland Tourismus arbeitet. Mit der Fertigstellung wird für 2011 gerechnet. Damit das Gesamtpaket attraktiv ist, bedarf es allerdings nicht nur einer intakten Wegeinfrastruktur, „sondern auch einer ergänzenden Angebotsstruktur mit Gastronomie und Unterkünften, Serviceangeboten wie Shuttledienste oder Gepäcktransporte sowie buchbare Angebotsbündel”, erklärt Gräbner. „Hier ist auch das Engagement und die Kreativität der Betriebe gefragt.“

In loser Folge werden in den nächsten Ausgaben verschiedene Streckenpaten ihren Weg vorstellen und verraten wo es besonders schön ist.



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